Unsere Hilfe in Angola

Eine Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen behandelt Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo, die im Notlager Cacanda im Norden Angolas Zuflucht gefunden haben. Im Rahmen unserer Hilfe in Angola unterstützen wir die nationalen Gesundheitsbehörden bei der medizinischen Versorgung Geflüchteter.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2017 die Hilfe in Angola fort. Die Teams unterstützten die Gesundheitsbehörden dabei, schnell auf Notfälle zu reagieren.

Die Hilfe in Angola im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen hatte nach neunjähriger Abwesenheit die Hilfe in Angola im Jahr 2016 wieder aufgenommen und konsolidierte die Projekte 2017. Offiziellen Angaben zufolge flohen mehr als 30.000 Menschen vor dem Konflikt in der Provinz Kasai im Nachbarland Demokratische Republik Kongo nach Angola. Sie kamen dort in zwei Notlagern (Cacanda und Mussungue) in der Stadt Dundo unter, die in der Provinz Luanda Norte liegt. Nachdem im April 2017 die ersten 10.000 Geflüchteten angekommen waren, richteten die Teams von Ärzte ohne Grenzen Latrinen ein, lieferten Trinkwasser und eröffneten zwei Kliniken in den Lagern. Diese Hilfe in Angola wurde ergänzt durch eine Massenimpfkampagne, die mehr als 5.000 Kinder erreichte. Zudem unterstützte Ärzte ohne Grenzen die pädiatrischen Angebote im Krankenhaus in Chitato und begann dort Ernährungsaktivitäten. Als sich im Oktober 2017 die Lage stabilisierte und die Anzahl der Konsultationen von mehr als 2.000 pro Woche auf 800 pro Woche fiel, wurden die Aktivitäten an andere Organisationen übergeben. Dies ermöglichte den Teams, auf andere Notfälle zu reagieren.
  • So bekämpften die Teams in Namacunde, in der südwestlichen Provinz Cunene, eine Malaria-Epidemie und Mangelernährung. Dieses Projekt lief bis Juli 2017.
  • Zwischen Januar und April reagierte Ärzte ohne Grenzen auf Bitten der Behörden auf einen Cholera-Ausbruch in Soyo und Luanda. Die Teams errichteten Cholera-Behandlungszentren und schulten das nationale Gesundheitspersonal.
  • Ärzte ohne Grenzen wird diese Hilfe in Angola fortsetzen, um schnelle Nothilfe landesweit dort zu leisten, wo sie dringend benötigt wird.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1983 Hilfe in Angola an.