Unsere Hilfe in Brasilien

Eines unserer Teams in Boa Vista, Brasilien, gibt einen Workshop zu psychologischer Hilfe für Geflüchtete aus Venezuela. Die Flucht- und Migrationsbewegungen aus dem krisengeplagten Land nach Brasilien stellen die größte Fluchtbewegung Lateinamerikas in jüngerer Zeit dar.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Krise in Venezuela führte 2019 zur größten Flüchtlingsbewegung der jüngsten Zeit in Lateinamerika. Rund 4,5 Millionen Venezolaner*innen flohen in den Norden Brasiliens. Die meisten suchten Zuflucht im Bundesstaat Roraima, dem am wenigsten entwickelten landesweit.

Bereits 2018 war Ärzte ohne Grenzen nach Brasilien zurückgekehrt, um venezolanische Flüchtlinge und die einheimische Bevölkerung in Boa Vista, Hauptstadt des Bundesstaates Roraima, medizinisch zu  versorgen. Wir klärten die Menschen über Gesundheitsfragen auf und hielten psychologische Gespräche in offiziellen Unterkünften ab. Dort lebten mehrere Tausend Migrant*innen und Flüchtlinge. Zudem betreuten wir Wasser- und Sanitäraktivitäten und verteilten Hygienekits.

Ab Juni leisteten wir in zwei offiziellen Gesundheitszentren in Boa Vista basismedizinische Hilfe. Bis zum Jahresende behandelten unsere Teams die Patient*innen, hielten Schwangerenberatungen ab und klärten Tausende Menschen über Gesundheitsfragen auf. Sehr viele Venezolaner*innen profitierten 2019 zudem von unseren psychologischen Einzel- und Gruppengesprächen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1991 Hilfe in Brasilien an.