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Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe in Brasilien

  • 79.6
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 72.2
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 125
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 5.5
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: UNDESA (2019a), MSF International Activity Report 2020

Unsere Hilfe in Brasilien im Jahr 2020 

  • 6.490 ambulante Sprechstunden zu Covid-19 

  • 1.076 Covid-Patient*innen stationär versorgt 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1991 Hilfe in Brasilien an.

Fehlende Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie führen zu humanitärer Katastrophe

2021 hat sich leider die 2020 schon verheerende Situation angesichts der Covid-19-Pandemie weiter verschärft: Die Menschen durchleben eine dramatische humanitäre Katastrophe - insbesondere im Amazonasgebiet, und unsere Arbeit geht in diesem Kontext dementsprechend weiter. Die völlig unzureichende und teilweise kontraproduktive Reaktion der brasilianischen Regierung und die fehlende Planung und Koordination zwischen Gesundheitsbehörden auf nationaler, föderaler und lokaler Ebene hatte bereits 2020 tödliche Konsequenzen: Brasilien lag bei den am schlimmsten betroffenen Ländern auf Platz zwei.

Hilfe auf allen Ebenen

2020 halfen wir in sieben Bundesstaaten (São Paulo, Rio de Janeiro, Amazonas, Roraima, Mato Grosso do Sul, Mato Grosso and Goiás) – darunter in großen Städten wie São Paulo, bis hin zu entlegenen Gebieten im Amazonasgebiet. Wir packten beim Testen und der Nachverfolgung Infizierter mit an, unterstützten überlastete Isolierstationen in Krankenhäusern durch Personal und erweiterten so deren Kapazitäten. Zudem arbeiteten wir intensiv daran, wichtige Informationen über die Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus mit der Bevölkerung zu teilen. In einem Krankenhaus in einem Außenbezirks São Paulos entwickelten wir schließlich auch eine Palliativpflege – eine vor Ort bislang kaum angewandte Form der Begleitung von Menschen am Ende ihres Lebens. Der nördliche Bundesstaat Roraima, in dem viele Migrant*innen aus Venezuela ankommen und leben ist ein Beispiel dafür, dass wir unsere regulären Gesundheitsaktivitäten weiterführten und gleichzeitig Aktivitäten zur Covid-19-Bekämpfung ausbauten. 

 

29.07.2021

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