Venezuela: Erdbeben inmitten einer Gesundheitskrise
Nach den schweren Erdbeben vom 24. und 25. Juni erreichten unsere Teams und medizinische Hilfsgüter aus Caracas schnell die besonders betroffene Stadt La Guaira. Mittlerweile konzentriert sich unsere Hilfe vor allem auf Menschen, die noch immer auf der Straße oder in Notunterkünften leben.
Neben medizinischer und psychologischer Unterstützung bekämpfen wir zunehmend Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser oder Mücken übertragen werden – darunter Dengue und Zika. Dafür prüfen wir Wasserquellen, liefern sauberes Wasser, errichten Toiletten und verteilen Hygienekits.
Die Erdbeben trafen ein Land, dessen Gesundheitssystem bereits stark geschwächt war. Mehr als 25 Jahre autoritäre Herrschaft, Sanktionen und internationale Isolation haben das staatliche Gesundheitssystem zusammenbrechen lassen. Viele Menschen haben keinen Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung, Medikamenten oder funktionierenden Gesundheitszentren oder Kliniken.
So helfen wir bei Erdbeben
So helfen wir
Hilfsgüter liefern
Menschen im Erdbebengebiet behandeln
Wasser und Sanitärversorgung sichern
Medizinisch versorgen
Wenn wir konkret bei der Erdbebenhilfe aktiv werden sollten
gibt es verschiedene Bereiche, in denen wir tätig werden können. Unsere Erfahrung zeigt: Ein Einsatz ist nicht immer gleich - dies sind die häufigsten Arbeitsgebiete.
Logistische Unterstützung
Unsere Mitarbeitenden koordinieren die bedarfsgerechte Verteilung von medizinischem Material und Hilfsgütern und errichten fehlende Infrastruktur.
Medizinische Nothilfe
Wir leisten Ersthilfe und behandeln Menschen, die im Verlauf des Erdbebens verletzt wurden.
Wasser- und Sanitärversorgung
Häufig betrifft ein Erdbeben auch die Versorgungsstrukturen. Sauberes Trinkwasser ist wichtig, um Krankheitsausbrüche zu verhindern.
Ausgabe von Hilfsgütern
Menschen, die bei einem Erdbeben alles verloren haben, brauchen fürs erste Überleben Dinge wie Plastikplanen, Decken oder Haushaltsgegenstände.
Basisgesundheitsversorgung
Auch über unmittelbare Folgen des Erdbebens hinaus, muss die medizinische Versorgung, zum Beispiel bei chronischen Krankheiten oder in der Geburtshilfe, sichergestellt werden.
Psychologische Erste Hilfe
Wir unterstützen Überlebende psychologisch, in Einzel- oder Gruppensitzungen. Auch Gemeindeaktivitäten oder Ausbildung von Personal gehören dazu.
Hilfe für die indigene Bevölkerung
So können Sie helfen
Wir bieten Ihnen vielseitige Möglichkeiten, unsere humanitäre Arbeit zu unterstützen.