Unsere Hilfe in Armenien

Im Referenzlabor werden Proben von Menschen mit Tuberkulose-Verdacht untersucht. Ärzte ohne Grenzen leistete in Armenien vor allem Hilfe für Tuberkulose-Patient*innen.

Im Jahr 2019 übergab Ärzte ohne Grenzen alle Projekte an die Behörden. Da das Land weltweit zu den Staaten mit den höchsten Raten an resistenter Tuberkulose gehörte, hatten wir seit 2005 in der Hauptstadt Eriwan Patient*innen mit dieser Tuberkuloseform behandelt. Zehn Jahre später führten wir ein neuartiges Medikament ein – Delamanid – das weniger giftig und viel wirksamer war. Zwischen 2015 und 2019 wurden 1.700 Patient*innen in unser Programm für resistente Tuberkulose aufgenommen. Weitere 1.500 Personen wurden gegen herkömmliche Tuberkulose (TB) behandelt. 107 Patient*innen nahmen an der Stop-TB-Studie teil, einer internationalen Initiative, um kürzere, weniger giftige und wirksamere Medikamente zur Behandlung von resistenter TB zu finden.

Gemeinsam mit dem Nationalen Kontrollzentrum für Tuberkulose konnte Ärzte ohne Grenzen viele innovative Fortschritte erzielen. Dazu gehörte u. a. , dass alle Patient*innen mit multiresistenter TB systematisch auf Hepatitis C getestet wurden. Nach Abschluss der Stop-TB-Studie wurden alle Aktivitäten an das Nationale Kontrollzentrum übergeben.  

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1988 Hilfe in Armenien an.