Unsere Hilfe in Kolumbien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Hilfe in Kolumbien wurde im Jahr 2015 umgestellt: Ärzte ohne Grenzen legte den Schwerpunkt auf die psychologische Versorgung anstatt auf konfliktbezogene medizinische Projekte.

Die Hilfe in Kolumbien im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Kolumbien veränderte sich im Jahr 2015, da durch die Friedensgespräche die Intensität des Konflikts abnahm. Die Aktivitäten der mobilen Kliniken und Gesundheitsposten, die Ärzte ohne Grenzen im ländlichen Gebiet von Cauca Pacífico betreute, wurden zunächst zurückgeschraubt und im Dezember 2015 beendet. Das psychologische Programm in Cauca Cordillera, das Opfer körperlicher und sexueller Gewalt betreute, soll Mitte 2016 schließen. 
  • Ärzte ohne Grenzen setzte ein Nothilfeteam ein, das bei Bedarf in den Provinzen Nariño, Norte Santander und Uraba intervenierte. Dieses Team und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der regulären Projekte reagierten auf 39 Notfälle während des Jahres. Diese Hilfe in Kolumbien fand in erster Linie zwischen April und Juni 2015 statt, als der Waffenstillstand zwischen den Rebellen und der Regierung gebrochen wurde und es erneut zu Gewalt kam. 
  • Im Verlauf des Jahres bot Ärzte ohne Grenzen zudem psychologische Unterstützung im Stadtbezirk Tumaco, Provinz Nariño, für mehr als 1.500 Gewaltopfer an. Das Team leistete auch umfassende medizinische und psychologische Hilfe für 240 Opfer sexueller Gewalt.
  • In Buenaventura, wo die Kriminalitätsrate sehr hoch ist, eröffnete Ärzte ohne Grenzen im Februar ein Zentrum, das Opfern körperlicher und sexueller Gewalt rund um die Uhr telefonische Beratung anbot. Im Rahmen dieser Hilfe in Kolumbien wurden 1.099 Menschen unterstützt.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Kolumbien an.