Unsere Hilfe in Kolumbien

Unsere Teams klären über unsere Hilfe in Tumaco für Überlebende städtischer und sexueller Gewalt auf. Unsere Hilfe in Kolumbien konzentrierte sich 2016 besonderes auf psychologische Hilfe.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die medizinische Hilfe in Kolumbien konzentrierte sich im Jahr 2016 auf Überlebende städtischer und sexueller Gewalt sowie auf Nothilfeaktivitäten.

Die Hilfe in Kolumbien im Einzelnen (Auszug):

  • Medizinische Hilfe in Kolumbien blieb auch 2016 nötig, obwohl infolge des Friedensprozesses die Anzahl der bewaffneten Kämpfe abgenommen hat. Gleichwohl gerieten Zivilisten in gewaltsame Situationen, da kriminelle Organisationen um die Kontrolle bestimmter Gebiete kämpften. Morde, gewaltsame Vertreibungen, Erpressung, sexuelle Gewalt und Gefangenschaft waren dort an der Tagesordnung.
  • Im Rahmen der Hilfe in Kolumbien konzentrierte sich Ärzte ohne Grenzen auf die städtischen Gebiete von Tumaco und Buenaventura. Die Teams boten 3.953 Menschen psychologische Hilfe an, die Gewalt durch kriminelle und bewaffnete Gruppen erlitten hatten. Zudem erhielten 722 Überlebende sexueller Gewalt umfassende medizinische Hilfe. In Buenaventura, wo der Zugang zur Gesundheitsversorgung manchmal eingeschränkt ist, hielten die Teams 1.710 telefonische Sprechstunden ab. Diese vertrauliche psychologische Beratung wurde im Jahr 2015 für Gewaltopfer, einschließlich Überlebende sexueller Gewalt, sowie für Menschen mit großen psychischen Problemen eingerichtet. Bei dieser telefonischen Beratungsstelle können auch Nachfolgetermine vereinbart werden.
  • In Tumaco unterstützte Ärzte ohne Grenzen 461 Überlebende sexueller Gewalt und führte für diese Zielgruppe zudem Aktivitäten für den freiwilligen Schwangerschaftsabbruch ein.
  • Die Hilfe in Kolumbien umfasste auch Nothilfeaktivitäten: Die Teams reagierten bei medizinischen und humanitären Notfällen in den Gebieten, die am meisten von bewaffneten Konflikten betroffen waren. Im Jahresverlauf hielten die Teams 2.012 ambulante Konsultationen ab und 2.677 psychologische Sprechstunden. Von dieser Hilfe in Kolumbien profitierten vor allem Vertriebene in den Provinzen Antioquia, Chocó, Córdoba und Norte de Santander.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Kolumbien an.