Unsere Hilfe in Uganda

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen erweiterte im Jahr 2015 die Hilfe in Uganda um ein neues Projekt im südwestlichen Bezirk Kasese.

Unsere Hilfe in Uganda im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen fokussierte die Hilfe in Uganda bei diesem neuen Projekt auf die Gesundheitsversorgung von Jugendlichen und Fischergemeinden an den Seen George und Edward. Beide Zielgruppen haben ein erhöhtes Risiko, sich mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken. Alle Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen wurden voll in das öffentliche Gesundheitssystem integriert.
  • Seit 2013 unterstützt Ärzte ohne Grenzen bereits das HIV-Labor im Bezirk Arua und führte dort als Teil des von UNITAID finanzierten Projekts die Zählung von CD4-Zellen sowie Viruslasttests ein. 2015 begannen die Teams zudem mit der frühkindlichen Diagnose, um die Babys von HIV-positiven Müttern zu testen, so dass sie bei Bedarf so schnell wie möglich antiretrovirale Medikamente erhalten. Zudem führten sie Genotypisierungstests durch, die Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente der zweiten Therapielinie aufdecken.
  • Die Hilfe in Uganda umfasste auch eine epidemiologische Untersuchung in den Bezirken Kole, Apach und Oyam. Auf Bitten der Gesundheitsbehörden spendete Ärzte ohne Grenzen mehr als 81.000 Malaria-Behandlungen und unterstützte die Patientenversorgung in den Gesundheitszentren in zwei Bezirken und im Krankenhaus in Kole. Die Teams betreuten zudem mobile Kliniken und überwiesen Patienten bei Bedarf an das Regionalkrankenhaus in Lira. Während der fünfmonatigen Aktivitäten wurden rund 63.000 Malaria-Patientinnen und Patienten in den Bezirken behandelt, die von Ärzte ohne Grenzen unterstützt wurden.
  • Ärzte ohne Grenzen setzte sich 2014 weiterhin dafür ein, den Zugang zu Viruslasttests, auch für Kinder, zu verbessern. Die Hilfe in Uganda umfasste daher auch eine Kooperation mit dem „Treatment Success Programm“, das von UNITAID finanziert wird. Darüber hinaus untersuchte ein Team von Ärzte ohne Grenzen die besonderen medizinischen Bedürfnisse von gefährdeten HIV-Patientengruppen, wie Kinder, Jugendliche und mobile Bevölkerungsgruppen.
  • Im Juli 2015 beendeten die Teams die Hilfe in Uganda, die sich seit Januar 2014 auf die Versorgung von südsudanesischen Flüchtlingen im Bezirk Adjumani konzentriert hatte. Die ambulante und stationäre Versorgung sowie die Geburtshilfe wurden an die Organisation Medical Teams International übergeben. Zwischen Januar und Juli 2015 hielt Ärzte ohne Grenzen mehr als 48.600 Sprechstunden ab und nahm rund 574 Patienten ins Krankenhaus auf.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Uganda an.