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Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe in Uganda

Unsere Unterstützung bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs

Im September 2022 erklärte das ugandische Gesundheitsministerium offiziell einen Ebola-Ausbruch. Die Behörden baten Ärzte ohne Grenzen um Unterstützung bei der Bekämpfung der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit. Seit Januar 2023 gilt der Ebola-Ausbruch in Uganda als beendet. Unsere Teams waren in fünf verschiedenen Distrikten des Landes aktiv: in Mubende, Kassanda, Masaka, Jinja und in der Hauptstadt Kampala. Insgesamt errichteten wir sechs verschiedene Ebola-Behandlungszentren, deren Fokus vor allem auf einer frühen Diagnostik und einer schnellen Behandlung der Patient*innen lag. Darüber hinaus stellten unsere Mitarbeiter*innen vor Ort den häufig stark stigmatisierten Überlebenden psychosoziale Hilfsangebote zur Verfügung, die sie dabei unterstützten, in ihre Gemeinden zurückzukehren. Ferner halfen unsere Informationskampagnen dabei, die Menschen über die Ansteckungswege und Präventionsmöglichkeiten von Ebola aufzuklären. Um eine weitere Ausbreitung und zukünftige Ausbrüche zu verhindern, arbeiten wir nach wie vor eng mit den ugandischen Gesundheitsbehörden zusammen.

Dieser Ebola-Ausbruch stellte uns vor große Herausforderungen

Beim Ebola-Virus ist zwischen verschiedenen Spezies zu unterscheiden. Der Ausbruch in Uganda wurde durch den Sudan-Typus verursacht. Im Gegensatz zum Zaire-Typus, der beispielsweise für den großen Ebola-Ausbruch in Westafrika von 2014 - 2016 ursächlich war, existiert gegen den Sudan-Typus bislang kein Impfstoff, dessen Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Es gibt lediglich einen Impfstoffkandidaten und eine antivirale Behandlung, die sich jedoch noch im Versuchsstadium befinden. Daher brachte dieser Ausbruch eine Reihe von zusätzlichen Herausforderungen mit sich.

  • 70.1
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 63.2
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 403
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 5.8
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: WHO (2019), MSF International Activity Report 2021 (2022)

Unsere Hilfe in Uganda im Jahr 2021

  • 37.700 ambulante Sprechstunden 
  • 11.800 psychologische Einzelgespräche 
  • 2180 Behandlungen mit antiretroviralen Medikamenten der ersten und zweiten Therapielinie 
  • 920 Behandlungen aufgrund sexueller Gewalt 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Uganda an. 

Fokus auf HIV und Tuberkulose (TB) 

In Arua setzten wir unsere Aktivitäten für HIV- und TB-Patient*innen fort. Die Covid-19-Pandemie veranlasste uns, die Anzahl der Hausbesuche zur Behandlung von HIV zu erhöhen und die Patient*innen für einen längeren Zeitraum mit Medikamenten auszustatten. Die Tuberkulose-Behandlung schloss herkömmliche und resistente TB-Formen ein.

Unterstützung für Geflüchtete 

In den Bezirken Kasese und Kitawenda betreuten wir Menschen mit HIV in den Gemeinden, die an die Seen George und Edward grenzten. In Kasese konzentrierten wir uns auf Jugendliche und junge Erwachsene. In den Geflüchteten-Camps der Bezirke Arua und Terego leisteten unsere Teams medizinische und psychologische Unterstützung.

 

11.01.2023

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