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Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe in Myanmar

  • 70.1
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 64
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 1005
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 13.9
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: UNDESA (2019a), MSF International Activity Report 2019

Unsere Hilfe in Myanmar

Seit der Machtübernahme des Militärs in Myanmar im Februar 2021 steht die Wirtschaft im Land vor dem Zusammenbruch. Die Entwertung der Währung Kyat lässt die Preise für wichtige Grundnahrungsmittel oder Benzin in die Höhe schießen. Auch die öffentliche Gesundheitsversorgung ist stark beeinträchtigt. Viele öffentliche Kliniken wurden geschlossen oder von der Armee besetzt. Unsere Teams haben kaum mehr die Chance, Patient*innen für spezialisierte Hilfe weiter zu überweisen. In der Region Tanintharyi wurden wir aufgefordert, unsere Arbeit zu beenden. Wir haben dort fast 20 Jahre gearbeitet und versorgen mehr als 2.160 Patient*innen mit HIV sowie Tuberkulose-Patient*innen.

Angriffe auf das Gesundheitspersonal, Einschränkungen der Versorgung

Auch medizinisches Personal ist Angriffen ausgesetzt. Mitarbeiter*innen von Einrichtungen, die wir unterstützt, berichten beispielsweise, dass Kolleg*innen festgenommen wurden. Wir haben das Militär dazu aufgerufen, solche Angriffe auf das Gesundheitspersonal zu unterlassen und dafür zu sorgen, dass die Zivilbevölkerung die Gesundheitsversorgung uneingeschränkt wahrnehmen kann. 

Wir arbeiten derzeit mit 1.100 Mitarbeiter*innen über ein Netzwerk von Gesundheitseinrichtungen und mobilen Kliniken in Teilen des Landes. 

 

Unsere Hilfe in Myanmar im Jahr 2020

  • 58.122 ambulante Konsultationen 

  • 9670 Behandlungen mit antiretroviralen Medikamenten der ersten Therapielinie   

  • 1539 Neubehandlungen gegen Hepatitis C 

  • 345 Neubehandlungen gegen Tuberkulose  

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Myanmar an.

Medizinische Angebote in Konfliktregionen 

In einigen Bundesstaaten kam es auch 2020 weiterhin zu gewaltsamen Konflikten zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren. Da wir umfangreichen Zugang zu den Bundesstaaten Rakhine und Shan erhielten, boten wir dort medizinische und psychologische Hilfe für vertriebene Menschen an. Außerdem unterstützten wir öffentliche Krankenhäuser im Kampf gegen Covid-19 medizinisch und logistisch, lieferten Schutzkleidung für das Personal und standen den Behörden bei der Organisation von Quarantänezentren bei.  

Kampf gegen HIV und Hepatitis C

Im Juni beendeten wir die Überweisung von HIV-positiven Patient*innen an das Nationale AIDS-Programm in Rangun. Wir schlossen zudem unsere HIV-Klinik in Bhamo, Bundesstaat Kachin. In Dawei, Region Tanintharyi, setzten wir die Behandlung von HIV-Patient*innen und solchen mit Begleiterkrankungen fort. Zudem unterstützten wir die Behörden in Dawei bei der Bekämpfung der jahreszeitlich bedingten Dengue-Fieber-Epidemie. 

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