Unsere Hilfe in Myanmar

Unser Team auf dem Weg in ein Vetriebenenlager in Rakhine. Im Ah Nauk Ye Camp sind wir die Einzigen, die die knapp 5000 Bewohner*innen medizinisch versorgen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 41.000 ambulante Sprechstunden
  • 15.100 Behandlungen mit antiretroviralen Medikamenten
  • 430 Neubehandlungen von Tuberkulose
  • 1.540 Behandlungen von Hepatitis C

Im Bundesstaat Rakhine führte der anhaltende Konflikt dazu, dass humanitäre Hilfe monatelang nicht zugelassen wurde. Unsere Teams konnten die Vertriebenen erst ab Juni in Buthidaung und ab November in Maungdaw unterstützen. Sie betreuten mobile Kliniken, verteilten Hilfsgüter und bauten Unterkünfte sowie Sanitärsysteme. In Pauktaw unterstützten wir mit sieben mobilen Kliniken Tausende Rohingya und andere ethnische Minderheiten in einem Vertriebenenlager. In den nördlichen Bundesstaaten Kachin und Shan eröffneten wir zwei Projekte, um Migrant*innen und Vertriebene zu versorgen.   

In enger Kooperation mit den Gesundheitsbehörden überwiesen wir unsere HIV-Patient*innen an die dezentralisierten nationalen Aidsprogramme und beendeten die Arbeit in Rangun. In Dawei, einer Hafenstadt in Tanintharyi, boten unsere Teams weiterhin eine umfassende HIV-Versorgung an. Im Bundesstaat Kachin behandelten wir HIV-Patient*innen mit einer Hepatitis-C-Koinfektion. Zudem leisteten wir basismedizinische Hilfe in Naga, einer verarmten Region mit geringer medizinischer Versorgung.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Myanmar an.