Unsere Hilfe im Sudan

Eine Klinik im Al Kashafa Geflüchtetencamp in White Nile State: Nan Nei, 23, ist aus dem Südsudan mit ihren beiden Kindern geflüchtet. Die Familie wird gerade im Ernährungszentrum behandelt.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Covid-19-Pandemie finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 434.800 ambulante Sprechstunden
  • 6.000 Entbindungen
  • 1.680 Aufnahmen von Kindern in Ernährungsprogramme
  • 570 Patient*innen wegen Kala Azar behandelt

Nach dem Regierungswechsel passten wir 2019 unsere Projekte im Land an, starteten neue Aktivitäten und reagierten auf viele Notfälle. So kam es zu mehreren Kurzzeiteinsätzen wegen der Überflutungen in den Bundesstaaten Khartum und Weißer Nil, zur Bekämpfung von Malaria im Bundesstaat Nord-Darfur oder zur Behandlung von Cholera in den Bundesstaaten Blauer Nil, Sennar und Khartum.

Während der gewaltsamen Proteste zu Jahresbeginn unterstützten wir Verletzte in der Notaufnahme des größten Krankenhauses in Khartum. Diese Nothilfe entwickelte sich später zu einem regulären Projekt. In Nord-Darfur übergaben wir einige Aktivitäten, in Ost-Darfur betreuten wir weiterhin die Klinik in Kario, einem Lager für südsudanesische Flüchtlinge. Im Dezember eröffneten wir im Bundestaat Weißer Nil ein Krankenhaus im Kashafa-Lager für Geflüchtete aus dem Südsudan. In al-Gedaref setzten wir unser Kala-Azar-Behandlungsprojekt fort. In Süd-Kordofan konzentrierten wir uns auf die Versorgung von Müttern und Kindern.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1979 Hilfe im Sudan-Konflikt an.