Unsere Hilfe in Honduras

Cinthya (Name geändert) ist 18 Jahre alt. Sie kam in unsere Klinik in Choloma, um sich medizinisch und psychologisch helfen zu lassen, nachdem sie häusliche Gewalt überlebt hat. Unsere Hilfe in Honduras gilt besonders Frauen wie Cinthya.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Medizinische Hilfe in Honduras ist aufgrund der jahrelangen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Instabilität wichtig. Das Land gehört zu den ärmsten und unsichersten in Zentralamerika.

Die Hilfe in Honduras im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die medizinische Hilfe in Honduras fort: In der Hauptstadt Tegucigalpa boten unsere Teams in mehreren Kliniken umfassende Hilfe für Überlebende von Gewalttaten an, darunter auch Betroffene sexueller Gewalt. Die medizinische Behandlung nach einer Vergewaltigung schließt die Postexpositionsprophylaxe zur Verhinderung einer HIV- oder Hepatitis B-Infektion ein sowie die Behandlung von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Syphilis oder Tripper. Die psychologische Hilfe in Honduras umfasste Beratungen, Gruppentherapien und psychologische Erste Hilfe.
  • Im Juni eröffneten die Teams eine Klinik in Nueva Capital, einem Viertel am Rande von Tegucigalpa, in dem viele Vertriebene leben. Sie boten basismedizinische Versorgung, psychologische Beratungen für Gewaltopfer, soziale Unterstützung und Gesundheitsförderung an. Im Rahmen der Hilfe in Honduras befolgten wir einen gemeindeorientierten Ansatz, d. h. wir versuchen die Patienten dabei zu unterstützen, die Hürden zur Nutzung unserer Angebote in der Klinik zu überwinden.
  • Im Norden des Landes betreuten die Teams weiterhin eine Mutter-Kind-Klinik in Choloma, einer schnell wachsenden Industriestadt. Sie boten Familienplanung an, vor- und nachgeburtliche Konsultationen und psychosoziale Hilfe für Gewaltopfer, die auch Überlebende sexueller Gewalt einschloss. Außerdem halfen sie bei Geburten. Die Teams, die sich um Gesundheitsförderung kümmerten, besuchten Fabriken und Schulen in Choloma, um die Angebote der Klinik bekannt zu machen und die Menschen über die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen zu informieren.
  • In Übereinstimmung mit internationalen Protokollen setzte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Honduras die Lobby-Bemühungen fort, um Überlebenden sexueller Gewalt den Zugang zu einer umfassenden medizinischen Versorgung im Land zu ermöglichen. Dies schließt auch die Notfallverhütung ein, die als medizinische Hilfe in Honduras noch immer verboten ist.
Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1974 Hilfe in Honduras an.