Unsere Hilfe in Honduras

Cinthya (Name geändert) ist 18 Jahre alt. Sie kam in unsere Klinik in Choloma, um sich medizinisch und psychologisch helfen zu lassen, nachdem sie häusliche Gewalt überlebt hat. Unsere Hilfe in Honduras gilt besonders Frauen wie Cinthya.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Medizinische Hilfe in Honduras ist aufgrund der jahrelangen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Instabilität wichtig. Die Gewaltrate im Land ist eine der höchsten weltweit. Dies hat gravierende medizinische, psychologische und soziale Folgen für die Bevölkerung. Frauen sind hiervon am stärksten betroffen.

Die Hilfe in Honduras im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen weitete im März 2017 die medizinische Hilfe in Honduras aus: Die Teams eröffneten eine Mutter-Kind-Klinik in Choloma, einer sich schnell ausbreitenden Industriestadt im Norden des Landes. Die Stadt ist bekannt für ihr hohes Gewaltpotenzial. Bis zur Eröffnung dieser Klinik gab es nur wenige Gesundheitseinrichtungen, die sich um die Bedarfe von Frauen kümmerten. Viele Schwangere erhielten zuvor keine Schwangerenberatungen, und selbst Geburtshilfe war extrem limitiert. In der Folge kam es zu sehr vielen medizinischen Komplikationen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Die Teams in Choloma boten Beratungen zur Familienplanung an, vor- und nachgeburtliche Konsultationen, Geburtshilfe und psychosoziale Unterstützung, auch für Überlebende sexueller Gewalt.
  • In der Hauptstadt Tegucigalpa stellte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Honduras weiterhin medizinische und psychologische Nothilfe für Überlebende von Gewalttaten an, einschließlich sexueller Gewalt. Diese kostenlose und vertrauliche Hilfe wurde in zwei Kliniken und im Allgemeinen Krankenhaus in Tegucigalpa angeboten. Die medizinische Behandlung nach einer Vergewaltigung schließt die Postexpositions-Prophylaxe zur Verhinderung einer HIV- oder Hepatitis B-Infektion ein sowie die Behandlung von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Syphilis oder Tripper. Die psychologische Hilfe in Honduras umfasste Beratungen, Gruppentherapien und psychologische Erste Hilfe.
  • In Übereinstimmung mit internationalen Protokollen setzte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Honduras die Lobby-Bemühungen fort, um Überlebenden sexueller Gewalt den Zugang zu einer umfassenden medizinischen Versorgung im Land zu ermöglichen. Dies schließt auch die Notfallverhütung ein, die als medizinische Hilfe in Honduras noch immer verboten ist.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1974 Hilfe in Honduras an.