Unsere Hilfe in Pakistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen verbesserte 2016 mit der medizinischen Hilfe in Pakistan den Zugang zur Gesundheitsversorgung, insbesondere für Menschen in ländlichen Gemeinden, städtischen Armenvierteln und Konfliktgebieten.

Die Hilfe in Pakistan im Einzelnen (Auszug):

  • Mit der Hilfe in Pakistan unterstützte Ärzte ohne Grenzen vor allem Frauen in ländlichen Regionen: Viele starben aufgrund vermeidbarer Komplikationen während der Schwangerschaft oder Entbindung. Auch für Säuglinge gab es oftmals keine Versorgung. 2016 betreute Ärzte ohne Grenzen daher in Quetta ein Kinderkrankenhaus mit 60 Betten, das über eine Säuglingsstation, eine Abteilung für akut schwer mangelernährte Kinder unter fünf Jahren und eine Isolationsstation verfügte. 800 Kinder wurden stationär aufgenommen und 2.385 mangelernährte Kinder behandelt.
     
  • In Kuchlak, 20 Kilometer nördlich von Quetta, unterstützte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Pakistan eine Mutter-Kind-Klinik. 2016 hielten die Teams 39.527 ambulante Konsultationen ab und halfen bei 4.989 Geburten. In Kuchlak und im Benazir-Bhutto-Krankenhaus in Mari Abad behandelten sie zudem 2.555 Patienten gegen die Infektionskrankheit kutane Leishmaniose.
     
  • Nahe der afghanischen Grenze arbeiteten die Teams im Bezirkskrankenhaus in Chaman, das sowohl Einheimische als auch afghanische Flüchtlinge versorgte. Im Verlauf des Jahres 2016 wurden 1.060 Kinder auf die Säuglings- und Kinderheilstation aufgenommen. Die Teams halfen bei 4.080 Geburten und behandelten 1.321 mangelernährte Kinder unter fünf Jahren. In der Notaufnahme wurden 6.971 Unfallopfer versorgt.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Pakistan unterstützte Ärzte ohne Grenzen auch die östlichen Bezirke Jaffarabad und Naseerabad durch die Tätigkeit im Bezirkskrankenhaus in Dera Murad Jamali. Die Teams behandelten 2016 insgesamt 11.474 mangelernährte Kinder, nahmen 821 Kinder stationär auf die Säuglings- und Kinderheilstation auf und halfen bei 484 Geburten.
     
  • Ärzte ohne Grenzen leistete auch medizinische Hilfe in Bajaur, dem nördlichsten Stammesgebiet unter Bundesverwaltung. Im zivilen Krankenhaus in Nawagai betreuten die Teams die ambulante Abteilung, den Stabilisierungsraum sowie die Mutter-Kind-Station. Sie behandelten die Infektionskrankheit kutane Leishmaniose, hielten 8.152 akute Konsultationen und 31.069 ambulante Sprechstunden ab.
     
  • Im Saddha Tehsil Krankenhaus in Kurram Agency versorgten die Teams Kinder unter fünf Jahren ambulant, nahmen Kinder bis zu zwölf Jahren stationär auf, behandelten kutane Leishmaniose, hielten Schwangeren- und Geburtshilfeberatungen ab und nahmen Überweisungen vor. Im Verlauf des Jahres hielten sie rund 3.000 ambulante Sprechstunden monatlich ab. Im kleineren Krankenhaus in Alizai waren es rund 120 pädiatrische Konsultationen pro Woche.
     
  • Die Hilfe in Pakistan umfasste 2016 auch die Unterstützung des Frauenkrankenhauses in Peschawar. Hier wurden 4.906 Geburten betreut.
     
  • In Timurgara, rund 200 Kilometer nördlich von Peschawar, bot Ärzte ohne Grenzen Hilfe im Bezirkskrankenhaus an. Die Teams leisteten eine umfassende Geburtsnothilfeversorgung, einschließlich Chirurgie, und halfen bei 9.627 Entbindungen. Auf der Herzstation behandelten sie 2.667 Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit und hielten 3.987 psychologische Beratungen ab.
     
  • Im Armenviertel von Karachi arbeitete Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit der Organisation „SINA Health Education & Welfare Trust“. Im Rahmen dieser Hilfe in Pakistan boten die Teams basismedizinische Hilfe, Geburtshilfe und psychologische Unterstützung an. Zudem diagnostizierten und behandelten sie Hepatitis C. Im Jahr 2016 begannen 412 Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose ihre Therapie, 301 Patienten beendeten ihre Behandlung.
     
  • Als es im April in Khyber Pakhtunkhwa, einer nordwestlichen Grenzprovinz, zu Überflutungen kam, leisteten die Teams humanitäre Hilfe in Pakistan. Sie verteilten 1.659 Nothilfekits in Swat, Kohistan und Shangla.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Pakistan an.