Unsere Hilfe in Mexiko

Eine psychologische Gruppensitzung für Kinder im Rahmen unserer Hilfe in Mexiko. Ort ist ein Dorf im Bundesstaat Guerrero. Die Gewalt in dieser Region belastet die psychische Gesundheit vieler Kinder. Nachtangst, Aggressivität und Reizbarkeit sind verbreitete Symptome.

Bitte beachten Sie unsere aktuelle Berichterstattung zur Situation von Migrantinnen und Migranten in Mexiko.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Mexiko für Migranten und Asylsuchende fort. Die Teams betreuten u.a. ein Therapiezentrum für Überlebende extremer Gewalt und grausamer oder erniedrigender Behandlung in ihrer Heimat oder während der Flucht. Zudem halfen wir Menschen, die aus den USA in ein Aufnahmezentrum an der Grenze zu Texas abgeschoben worden waren.

Die Hilfe in Mexiko im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Mexiko für Migranten und Asylsuchende umfasste die medizinische und psychologische Versorgung in einem Therapiezentrum. Im Jahr 2018 wurden dort 52 Personen mit medizinischer, psychiatrischer oder psychologischer Hilfe versorgt. Sie erhielten zudem eine sichere Unterkunft, Essen und Ergotherapie. Zudem überwies das Team einige Personen an andere Akteure, die für soziale Unterstützung, juristische Beratung und Arbeitsvermittlung zuständig waren. Im Februar 2018 übergaben wir die medizinischen, psychologischen und sozialen Aktivitäten, die wir ein Jahr lang im Rahmen der Hilfe in Mexiko in einer Migrantenunterkunft in Guadalajara betreut hatten, an die lokalen Behörden.
  • In Reynosa, einer Stadt im Bundesstaat Tamaulipas, die seit mehr als einem Jahrzehnt von Gewalt beherrscht wird, boten unsere Teams medizinische, psychologische und soziale Unterstützung an. Sie betreuten eine Klinik und entsandten mobile Teams in verschiedene Stadtteile. Im Rahmen dieser Hilfe in Mexiko unterstützte das Team auch Menschen, die aus den USA abgeschoben worden waren, in einem Aufnahmezentrum an der Grenze zu Texas.
  • In Tierra Caliente sowie in den Regionen Norte und Centro im Bundesstaat Guerrero, weiteten wir unsere Aktivitäten aus. Dort kam es zu Revierkämpfen zwischen verfeindeten Opium- und Marihuana-Herstellern, die sich auf die Gemeinden auswirkten und sie von medizinischer Hilfe abschnitten. Im Rahmen der Hilfe in Mexiko betreuten wir mobile Kliniken in 26 Gemeinden. Die Teams boten medizinische, psychologische und humanitäre Hilfe für Gewaltopfer an, behandelten chronische Krankheiten und boten eine sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung an.
  • In Acapulco setzte Ärzte ohne Grenzen die Aktivitäten für Gewaltopfer in Ciudad Renacimiento, Progreso, Zapata und Colonia Jardín fort, den gewalttätigsten Stadtvierteln. Ab Dezember 2018 konzentrierten wir uns vor allem auf die Behandlung von Überlebenden sexueller Gewalt im Krankenhaus in Renacimiento.
  • Im Januar 2018 veranlasste ein territorialer Konflikt Tausende Menschen, aus den Gemeinden von Chenalhó, Bundesstaat Chiapas, zu fliehen. Sie suchten Zuflucht im benachbarten Chalchihuitán. Ärzte ohne Grenzen entsandte ein Team, um medizinische Hilfe, psychologische Einzel- und Gruppengespräche, Beratungen und soziale Unterstützung für rund 1.000 Personen anzubieten.
  • Ein weiteres Team wurde im Dezember 2018 in die Grenzstadt Tijuana entsandt, um dort Tausende Migranten und Geflüchtete zu versorgen. Diese Hilfe in Mexiko umfasste neben medizinischer und psychologischer Hilfe auch die Wasser- und Sanitärversorgung in den Unterkünften.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Mexiko an.