Unsere Hilfe in Mexiko

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2015 die Hilfe in Mexiko fort:  Die Teams betreuten Migranten, boten psychosoziale Unterstützung an, organisierten Krankenhausüberweisungen und die Nachsorge für Notfall-Patientinnen und Patienten.

Unsere Hilfe in Mexiko im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen der Hilfe in Mexiko leistete Ärzte ohne Grenzen medizinische und psychologische Hilfe für Migranten in Ixtepec, Tenosique, San Luis Potosí, Apaxco, Lechería, Huehuetoca und Bojay. In den ersten acht Monaten des Jahres waren dort rund 19.000 Migranten registriert worden, von denen etwa die Hälfte irgendeine Art von Unterstützung erhielt. Die Teams hielten mehr als 900 medizinische und 1.100 psychologische Konsultationen ab.
  • Zum Jahresende wurde in der Hauptstadt ein neues Zentrum für Migranten eröffnet, die unmenschlich behandelt worden waren. Ärzte ohne Grenzen und andere in der Region arbeitenden Organisationen überwiesen die Betroffenen an das Zentrum.
  • Die Hilfe in Mexiko umfasste auch die psychologische Unterstützung für Gewaltopfer in Colonia Jardín, einem Stadtviertel in Acapulco. Die Teams gaben dort mehr als 3.000 Sprechstunden.
  • Im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas bot Ärzte ohne Grenzen kostenlose medizinische Hilfe in den Allgemeinkrankenhäusern in Reynosa und Nuevo Laredo an. Im September übergaben die Teams das Projekt in Nuevo Laredo an die Gesundheitsbehörden, führten die Aktivitäten jedoch in Reynosa und anderen kleineren Hospitälern an der Grenze zu den USA fort. Sie trainierten das nationale Personal, boten psychologische Hilfe an und versorgten Überlebende sexueller Gewalt. Außerdem stellten sie im Rahmen dieser Hilfe in Mexiko medizinisches Material und Medikamente zur Verfügung.
  • Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden setzten die Teams eine umfassende Versorgung für Chagas-Patientinnen und Patienten in der Gemeinde San Pedro Pochutla, Bundesstaat Oaxaca, um.
  • Ärzte ohne Grenzen weitete die Hilfe in Mexiko mit einem neuen Projekt in Tierra Caliente aus. Die anhaltende Gewalt hatte hier zu einem Personalengpass geführt und den Zugang zur medizinischen Versorgung unterbrochen, da mehrere ländliche Gesundheitsposten zwangsweise schließen mussten. Die Teams nahmen auch die Arbeit im Krankenhaus in Arcelia auf, wo sie Geburtsnothilfe leisteten und bei Kaiserschnitten halfen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Mexiko an.