Unsere Hilfe in Somalia

Mehrere Länder in Ostafrika sind von schweren Überschwemmungen betroffen. Unsere Hilfe in Somalia umfasst u.a. die Versorgung von Vertriebenen, die den Fluten ausgesetzt sind. Auch im Südsudan unterstützen wir Betroffene.

Aktuell: Unsere Hilfe in Somalia angesichts der verheerenden Überschwemmungen in Ostafrika

Nach sehr heftigen Regenfällen Ende Oktober haben schwere Überschwemmungen verschiedene Teile Somalias getroffen. Rund 270.000 Menschen wurden nach Angaben des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) durch die Fluten in Somalia allein in der am stärksten betroffenen Region Hiiraan vertrieben. Sie mussten ihre Häuser verlassen und in höher gelegenen Gebieten Zuflucht suchen. Besonders wichtig ist, dass die Hilfe in Somalia nun schnell anläuft und Ressourcen vor Ort bereitgestellt werden, um den Menschen zu helfen. Ärzte ohne Grenzen appelliert daher an alle Konfliktparteien im Land, ungehinderten Zugang zu den Menschen in Not zu gewähren.

In der Region Hiiraan, wo der Bezirk Beledweyne unter Wasser steht, ist das Krankenhaus der gleichnamigen Stadt nicht funktionstüchtig. Wir haben ein Team in das Gebiet geschickt, um die Bedarfe der Menschen vor Ort zu evaluieren. Am dringendsten werden Trinkwasser, Toiletten und Latrinen benötigt, viele Menschen brauchen aber auch Nahrungsmittel, Unterkünfte und medizinische Versorgung. Unsere Hilfe in Somalia in der von den Fluten betroffenen Region umfasst daher die Verteilung von Zelten und Kochsets, den Bau von Toiletten und die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser.

Auch in anderen von den Überschwemmungen in Ostafrika betroffenen Ländern helfen wir Betroffenen, so im Südsudan.

5.11.2019

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Unsere Aktivitäten im Rückblick:

Seit der Rückkehr im Jahr 2017 hat Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Somalia in verschiedenen Landesteilen kontinuierlich verstärkt.

Unsere Hilfe in Somalia im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen hatte die medizinische Hilfe in Somalia nach fast vierjähriger Abwesenheit aufgrund von brutalen Angriffen auf unser Personal im Jahr 2017 wieder aufgenommen. Die Teams arbeiteten in den Gebieten, in denen es einen großen Bedarf gab und die Sicherheitsbedingungen neue Projekte erlaubten. Sie hielten im Jahr 2018 insgesamt 86.600 medizinische Konsultationen ab und behandelten 1.540 Kinder in ambulanten Ernährungszentren.
  • Im Rahmen der Hilfe in Somalia arbeiteten wir 2018 im Mudug-Regionalkrankenhaus in Nord-Galkayo. Wir leisteten dort Ernährungshilfe, unterstützten die Pädiatrie sowie die Notaufnahme und stellten humanitäre Hilfe in Vertriebenenlagern in Galkayo zur Verfügung.
  • Im Mai 2018 weiteten wir die Hilfe in Somalia aus, indem wir das Bay-Regionalkrankenhaus in Baidoa betreuten, einer Überweisungseinrichtung für die ganze Südwest-Region. Die Teams konzentrierten sich auf die Hilfe für Frauen und Kinder. Die Frauensterblichkeit und die Anzahl der Totgeburten waren in der Region hoch, da viele Frauen mit Komplikationen in der Schwangerschaft erst spät Hilfe aufsuchten. Bis zum Jahresende 2018 halfen wir bei 690 Geburten, einschließlich 110 Kaiserschnitten. Wir werden diese Hilfe in Somalia auf die Pädiatrie des Krankenhauses ausweiten. Zudem werden die Teams Gemeinde-Gesundheitshelfer ausbilden und Aufklärung leisten, Aktivitäten zur Gesundheitsüberwachung vornehmen und Überweisungen ins Krankenhaus veranlassen.
  • Zusätzlich zu diesen längerfristigen Projekten führten wir 2018 zahlreiche spontane Interventionen landesweit aus. So entsandten wir Teams nach Doolow und Dhusamareeb, um Ernährungshilfe zu leisten, unterstützten die Pädiatrie und trafen Vorsichtsmaßnahmen für den Ausbruch von Krankheiten in Dhobley, Bardhere und Garbarharey, Region Jubaland. Gemeinsam mit lokalen Akteuren führte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Somalia auch Operationen am grauen Star in Erigavo, Las Anod, Buhodle, Galkayo, Baidoa und Bardhere durch.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1979 Hilfe in Somalia an.