Unsere Hilfe in Somalia

Ärzte ohne Grenzen kümmerte sich zuvor zum Beispiel um mangelernährte Kinder. Nachdem sich die Organisation 2013 zurückziehen musste, soll die Arbeit nun langsam wieder aufgenommen werden.

Vor fast vier Jahren wurde die Arbeit im Bürgerkriegsland Somalia für unsere Teams zu gefährlich und Ärzte ohne Grenzen musste sich zurückziehen. Nach einer sorgfältigen Prüfung haben wir jetzt wieder einen Teil unserer Arbeit aufgenommen. Wir unterstützen – wie schon in der Vergangenheit – ein Krankenhaus in Galkayo in der Region Puntland.

Der medizinische Bedarf der Menschen im Bürgerkriegsland Somalia ist weiterhin groß. Seit Mai unterstützen wir daher das therapeutische Ernährungsprogramm im Regionalkrankenhaus Mudug und seit Juni auch die dortige Kinderstation. Im therapeutischen Ernährungsprogramm werden durchschnittlich zehn neue Patienten pro Tag aufgenommen. Es wurden bereits  349 Kinder unter fünf Jahren wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt. 201 Kinder wurden auf einer Isolierstation wegen Masern behandelt und weitere 100 Mädchen und Jungen wurden zur Behandlung in die Kinderabteilung aufgenommen. Seit Anfang Juni leisteten wir insgesamt 2.297 ambulante Behandlungen in Somalia.

Eine vorsichtige Rückkehr ins Bürgerkriegsland Somalia

Ärzte ohne Grenzen hatte seine Teams vor knapp vier Jahren aus dem Bürgerkriegsland Somalia abgezogen, weil diese mehrfach brutal angegriffen worden waren. Seither haben wir die Situation in Somalia permanent beobachtet, Gespräche mit Behörden geführt und sorgfältig geprüft, ob die dortigen Umstände es erlauben, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in Sicherheit ihrer Arbeit nachgehen können. Heute fordern wir alle Konfliktparteien nochmals dazu auf, unsere humanitäre Arbeit in Somalia zu unterstützen und die Sicherheit unserer Teams zu gewährleisten.

Wegen der Erfahrungen der Vergangenheit kehren wir behutsam und in bescheidenem Umfang nach Somalia zurück. Die geplanten medizinischen und humanitären Programme von Ärzte ohne Grenzen haben vorerst nur begrenzten Umfang. Ob es weitere Aktivitäten geben wird und ob wir unsere Teams auch in andere Regionen Somalias entsenden werden, hängt ganz davon ab, inwieweit uns Behörden und Gemeinden akzeptieren und aktiv unterstützen, damit wir es schaffen, den Menschen im Bürgerkriegsland Somalia zu helfen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1979 Hilfe in Somalia an.