Unsere Hilfe in Bangladesch

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte auch 2015 die Hilfe in Bangladesch fort: Die Teams versorgten vor allem Flüchtlinge ohne Papiere, junge Frauen sowie Menschen in entlegenen Gebieten und städtischen Armenvierteln mit medizinischer Hilfe.

Unsere Hilfe in Bangladesch im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen der Hilfe in Bangladesch versorgte Ärzte ohne Grenzen weiterhin die Rohingya, die zu einer muslimischen Minderheit in Myanmar gehören. Viele Angehörige der Rohingya, die vor Gewalt und Verfolgung aus Myanmar geflohen sind, leben zwar seit Jahrzehnten in Notunterkünften nahe der Grenze zu Bangladesch, leiden jedoch unter Diskriminierung und dem Ausschluss vom Gesundheitssystem.  In der Nähe des Kutupalong-Notlagers in Cox´s Bazar betreute Ärzte ohne Grenzen auch im Jahr 2015 eine Klinik, die für die lokale Bevölkerung und die Flüchtlinge eine umfassende basismedizinische Versorgung, Nothilfe, stationäre Aufnahmen und Laboraktivitäten anbot. Während des Jahres führten die Teams rund 93.000 ambulante Konsultationen durch, nahmen 2.700 Patienten stationär auf und hielten 3.300 psychologische Sprechstunden ab. Etwa 8.000 Frauen nahmen an Schwangerenberatungen teil. Insgesamt führte Ärzte ohne Grenzen rund 16.000 vorgeburtliche und 5.000 nachgeburtliche Untersuchungen durch. 
  • Im Zuge der Hilfe in Bangladesch besuchten die Teams in den Slums Kamrangirchar und Hazaribagh Fabriken und Gerbereien. Sie hielten dort etwa 8.000 Sprechstunden ab. Ärzte ohne Grenzen suchte nach neuen Wegen, um die Gesundheitsversorgung für Arbeiter in den Armenvierteln zu verbessern, da viele von ihnen stundenlang riskanten Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind.
  • Die Teams erweiterten zudem das Programm für sexuelle und intime Gewalt in Kamrangirchar. Sie versorgten fast 400 vergewaltigte Personen  mit medizinischer Hilfe und psychologischer Unterstützung. Außerdem nahmen mehr als 700 Personen, die Opfer intimer Gewalt geworden waren, psychologische Gespräche wahr.
  • Von Januar bis April 2015 fokussierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Bangladesch auf die Unterstützung der Verbrennungsstation im College-Krankenhaus in Dhaka. Die Teams boten dort psychologische Hilfe für 68 Opfer eines Brandanschlags an, der sich bei politischen Ausschreitungen in der Stadt ereignet hatte. 
  • Das Projekt von Ärzte ohne Grenzen in Fulbaria, Bezirk Mymensingh, wurde beendet. Die Forschungsarbeiten für eine verbesserte Behandlung der Post-Kala-Azar-Hautleishmaniose wurden abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die eine öffentliche Gesundheitsbedrohung darstellt, da sie die Verbreitung der primären Kala-Azar-Variante begünstigt. Die Forschungsarbeiten waren erfolgreich und haben dazu beigetragen, ein neues Behandlungsverfahren zu unterstützen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Bangladesch an.

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