Unsere Hilfe im Libanon

Die Syrerin Fatima wird in unserem Mutter-Kind-Krankenhaus in Madschdal Andschar untersucht. Einen Großteil unserer Hilfe im Libanon für Flüchtlinge macht die Behandlung von Schwangeren, Müttern und Kindern aus.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe im Libanon fort: Seit Beginn des Konflikts in Syrien im Jahr 2011 sind mehr als eine Million Syrer in den Libanon geflohen.

Die Hilfe im Libanon für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen weitete im Jahr 2018 die Hilfe im Libanon aus: Die riesige Anzahl zusätzlicher Menschen im Land belastete die nationale Infrastruktur enorm, auch das Gesundheitssystem. Selbst wenn es medizinische Hilfe gab, stellten die Kosten für Sprechstunden, Labortests und Medikamente eine Hürde für die Geflüchteten, Migranten und bedürftigen Libanesen dar.
  • Unsere Teams arbeiteten 2018 landesweit. Sie stellten kostenlose, qualitativ hochwertige medizinische Hilfe für chronische Krankheiten zur Verfügung, sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung, leisteten psychologische Hilfe und Geburtshilfe. Zudem boten wir im Rahmen dieser Hilfe im Libanon erstmals auch fachmedizinische Hilfe an, wie pädiatrische Intensiv-Versorgung, die Behandlung von Thalassämie (ugs.: Mittelmeeranämie) und chirurgische Eingriffe.
  • In der Bekaa-Ebene und Baalbek-Hermel, wo die meisten syrischen Geflüchteten Zuflucht suchten, arbeiteten unsere Teams in vier Kliniken an. Außerdem betreuten sie zwei Mutter-Kind-Kliniken sowie ein fachpädiatrisches Projekt, das Notfall-Sprechstunden, pädiatrische Intensiv-Versorgung und die Behandlung von Thalassämie einschloss. Ärzte ohne Grenzen renovierte im Juli das Krankenhaus in Bar Elias und bot die Versorgung chronischer Wunden sowie chirurgische Eingriffe an. Diese Hilfe im Libanon umfasste auch die Unterstützung der Behörden bei der Impfung von 22.000 Kindern gegen Masern und Polio.
  • In Wadi Khaled leistete Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfe sowie psychologische Unterstützung in einer Klinik. Davon profitierten syrische Geflüchtete und Libanesen.
  • In Tripolis und Al Abdeh versorgten die Teams Menschen mit chronischen Krankheiten, boten Familienplanung an und befähigten Hausärzte, bei Bedarf psychiatrische Medikamente zu verschreiben. Letzteres wurde von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen und von den Behörden genehmigt.
  • Im Rahmen der Hilfe im Libanon betreute Ärzte ohne Grenzen bereits seit September 2013 eine basismedizinische Klinik und eine Mutter-Kind-Klinik im Schatila-Flüchtlingslager im Süden Beiruts. Hier lebten bedürftige Palästinenser, Syrer, Libanesen und Menschen anderer Nationalitäten unter prekären Bedingungen. Nahe Sabra und Schatila wurden 10.000 Kinder gegen Polio und Masern geimpft. Im Juli eröffneten wir zudem eine Geburtsklinik im Rafik Hariri Universitätskrankenhaus. Im Lager in Burdsch al-Baradschneh bot Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2018 Familienplanung, psychologische Hilfe und Hausbesuche für Patienten mit chronischen Erkrankungen an.
  • Die Hilfe im Libanon wurde auch im Lager Ein-al-Hilweh, im Süden des Landes, fortgesetzt: Die Teams boten Hausbesuche für Patienten und Patientinnen mit eingeschränkter Beweglichkeit an.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1976 Hilfe im Libanon an.