Unsere Hilfe im Libanon

Der sechsjährige Moussa ist Diabetes-Patient und wird in unserer Klinik in der Bekaa-Ebene behandelt. Das Diabetes-Programm ist einer von zahlreichen Aspekten unserer Hilfe im Libanon.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2019 die Hilfe im Libanon fort: Wir leisteten allgemein- und fachmedizinische Hilfe für Flüchtlinge, Migrant*innen und die lokale Bevölkerung.

Die Hilfe im Libanon für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Es gibt fast keine kostenlose medizinische Hilfe im Libanon, da das Gesundheitssystem stark privatisiert und zerklüftet ist. Wir fokussierten unsere Arbeit daher 2019 darauf, qualitativ hochwertige allgemein- und fachmedizinische Hilfe zur Verfügung zu stellen. Dies war umso wichtiger, als die großen Demonstrationen gegen die Regierungspolitik zu wirtschaftlicher Instabilität führten. Als Folge verschlechterten sich die Lebensbedingungen, der Zugang zu Strom sowie sauberem Trinkwasser war eingeschränkt, und die Gesundheitsversorgung verteuerte sich.
  • In der Bekaa-Ebene, in der dicht gedrängt Tausende syrische Flüchtlinge lebten, betreuten wir Kliniken in Arsal, Hermel, Baalbek und Madschdal Andschar. Unsere Teams leisteten dort medizinische und psychologische Hilfe. Unsere Hilfe im Libanon schloss auch ein fachpädiatrisches Projekt in Zahle ein, das Notfall-Sprechstunden, pädiatrische Intensiv-Versorgung und die Behandlung von Thalassämie (ugs.: Mittelmeeranämie) im Elias Hraoui-Regierungskrankenhaus anbot. In Bar Elias versorgten wir chronische Wunden, vor allem Brandwunden, und nahmen chirurgische Eingriffe vor.
  • In Wadi Khaled leistete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe im Libanon medizinische und psychologische Unterstützung für Flüchtlinge und Libanesen. In Tripolis und Al Abdeh versorgten die Teams Menschen mit chronischen Krankheiten, boten Familienplanung und psychologische Hilfe an. Zudem starteten wir 2019 ein neues Forschungsprojekt: Dabei handelte es sich um eine Machbarkeitsstudie, um Patient*innen mit einer Herzkreislauferkrankung, die in einem Flüchtlingslager leben, mit einer Kombination von Medikamenten als feste Dosis zu versorgen.
  • Im Rahmen der Hilfe im Libanon bot Ärzte ohne Grenzen sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung sowie die Behandlung von chronischen Krankheiten und psychologische Hilfe im Schatila-Flüchtlingslager und in der Familienklinik im Lager Burdsch al-Baradschneh, im Süden Beiruts, an. Zudem waren wir in der Geburtsklinik im Rafik-Hariri-Universitätskrankenhaus tätig.
  • Unsere medizinische Hilfe im Libanon wurde auch im Flüchtlingslager Ein-al-Hilweh, im Süden des Landes, fortgesetzt.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1976 Hilfe im Libanon an.