Unsere Hilfe in den Palästinensischen Autonomiegebieten

In Gaza unterstützen wir das überlastete Gesundheitssystem.

Unsere Hilfe bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie

Das Gesundheitssystem in Gaza ist durch die Auswirkungen der Wirtschaftsblockade generell stark beeinträchtigt, die Covid-19-Pandemie hat zu einer weiteren Überlastung geführt. Daher unterstützen wir dort wichtige medizinische Einrichtungen – wir arbeiten beispielsweise auch auf Intensivstationen.  

In Gaza sind die Covid-19-Infektionszahlen in der momentanen zweiten Welle massiv angestiegen. Wir schulen medizinisches Personal – u.a. auch im Umgang mit Sauerstofftherapie und helfen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Infektionsprävention- und kontrolle. Außerdem haben wir beispielsweise Arzneimittel und medizinische Geräte wie Sauerstoffmasken gespendet. Schließlich betreiben wir auch wichtige Aufklärungsarbeit: Mit einer Facebook-Kampagne konnten wir im April 2021 eine Million Menschen erreichen und mit Gesundheitsinformationen zu Covid-19 versorgen.

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Eskalierender Konflikt – Hilfe für Verletzte

Auch angesichts der im Mai in Israel und den Palästinensischen Autononomiegebieten eskalierenden Gewalt haben wir uns darauf vorbereitet, die Gesundheitsbehörden in Gaza zu unterstützen. Zunächst haben wir medizinisches Material gespendet.

In Israel haben wir am 10. Mai damit begonnen, die Palästinensische Rothalbmondgesellschaft in Jerusalem bei der ambulanten Behandlung von Menschen zu unterstützen, die dort bei Auseinandersetzungen verwundet wurden.

11.5.2021

 

Unsere Aktivitäten im Rückblick 2019:

  • 90.900 ambulante Sprechstunden
  • 2.450 chirurgische Eingriffe

In unseren vier Kliniken in Beit Lahia, Gaza-Stadt, Chan Yunis und in der Mitte des Gazastreifens boten unsere Teams 2019 postoperative Wundverbände, Physiotherapie und psychosoziale Hilfe an. Im Krankenhaus Al-Salam, im Süden, sowie im Krankenhaus Al-Awda, im Norden, unterstützten wir die Chirurgie und postoperative Versorgung, boten Behandlungen bei Knochenentzündungen an sowie Physiotherapie und psychologische Hilfe. Im April eröffneten wir das erste Labor zur Analyse von Knochen- und Gewebeproben. Wir unterstützten zudem im Al-Shifa-Krankenhaus die Station für Verbrennungen mit einem Chirurgenteam.

Angesichts der anhaltenden Besatzung und zunehmenden Gewalt setzten wir unsere kostenlose psychologische Hilfe im Westjordanland fort. So machten unsere Expert*innen im Bezirk Hebron Hausbesuche und hielten Einzel- und Gruppengespräche sowie psychotherapeutische Sitzungen ab. In Nablus und Kalkiliya boten wir psychotherapeutische und psychiatrische Hilfe in zwei Kliniken an. In Tubas eröffneten wir im Dezember einen neuen Beratungsraum.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1989 Hilfe in Palästina an.