Unsere Hilfe in der Türkei

Täglich kommen mehr als 200 Geflüchtete zu diesem von uns unterstützten Gesundheitszentrum in Kilis um pädiatrisch, gynäkologisch sowie allgemeinmedizinisch versorgt zu werden.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die Hilfe in der Türkei auf die finanzielle und technische Unterstützung von lokalen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Geflüchtete aus Syrien einsetzten.

Unsere Hilfe in der Türkei im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte die indirekte Hilfe in der Türkei fort, da das Land die meisten Geflüchteten weltweit beherbergte. Mehr als 3,6 Millionen Geflüchtete aus Syrien sind in der Türkei registriert. Hinzu kommen weitere 365.000 Menschen anderer Nationalitäten. Nach Angaben der türkischen Regierung kehrten im Jahr 2018 rund 295.000 Syrer in ihre Heimat zurück. Die große Mehrheit aber blieb in der Nähe städtischer Gebiete, wo sie auf medizinische, soziale und psychologische Hilfe angewiesen waren.
  • Vier Jahre lang umfasste die Hilfe in der Türkei die finanzielle und technische Unterstützung der Hilfsorganisationen „Support to Life“, „Association for Protecting and Improving the Rights for Seasonal Agricultural Workers“ (Metider) sowie die „International Blue Crescent Foundation“ in Şanliurfa. Beide Organisationen betreuten Aktivitäten für Geflüchtete aus Syrien, wie zum Beispiel psychoedukative Gespräche mit Menschen, die körperlich eingeschränkt sind und daher zuhause betreut werden. Hinzu kamen psychosoziale Unterstützungsprogramme oder Dolmetscherdienste für syrische Patienten, damit sie sich im Krankenhaus mit dem medizinischen Personal verständigen konnten. Zudem unterstützte Ärzte ohne Grenzen auch eine von der Regierung initiierte Impfkampagne. Da die lokalen Organisationen den Bedarf in Şanliurfa künftig allein decken können, beendete Ärzte ohne Grenzen diese Hilfe in der Türkei im Juni 2018.
  • Zudem kooperierte Ärzte ohne Grenzen in zwei Projekten mit der Organisation „Citizens' Assembly“, die sich für Migranten und Geflüchtete aus Syrien einsetzten. Das psychologische und psychosoziale Projekt in Kilis übergaben die Teams im April 2018 an eine andere Organisation. Das durch Ärzte ohne Grenzen unterstützte Zentrum „Nefes“, das von derselben Organisation betrieben wurde, bot im Rahmen der Hilfe in der Türkei in Istanbul Unterstützung und Beratung für Migranten und Geflüchtete an, die misshandelt worden waren.
  • Neben diesen Aktivitäten bemühte sich Ärzte ohne Grenzen weiterhin, eine offizielle Registrierung zu erhalten, um direkte Hilfe in der Türkei leisten zu können.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in der Türkei an.