Unsere Hilfe in der Ukraine

In der Ostukraine betrieben wir mobile Kliniken für Vertriebene und Menschen, die entlang der Konfliktlinie leben. 2019 übergaben wir diese Versorgungsverantwortung wieder an die Behörden, die ihre Arbeit wieder aufnahmen.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Covid-19-Pandemie finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 19.900 ambulante Sprechstunden
  • 5.440 psychologische Einzelgespräche
  • 510 Neubehandlungen wegen Hepatitis C
  • 110 Neubehandlungen wegen resistenter Tuberkulose

Fünf Jahre lang versorgten wir Menschen, die nahe der Frontlinie im Osten der Ukraine lebten, mit medizinischer und psychologischer Hilfe. Da die öffentlichen Einrichtungen im Konfliktgebiet ihre Arbeit allmählich wiederaufnahmen, überwiesen wir all unsere Patient*innen bis Ende 2019 an diese Akteure.

In Mykolaiv unterstützten wir die Behörden bei der Diagnose und Behandlung von Patient*innen mit Hepatitis C. Wir behandelten sie mit sofort wirksamen antiviralen Medikamenten. 2019 boten wir auch psychologische Hilfe und Gesundheitsaufklärung an, was die Therapietreue erhöhte und die Stigmatisierung und Diskriminierung verringerte. Dieser Therapieansatz führte zu einer Heilungsrate von 97,4 Prozent.

In Zythomyr betreuten wir in Kooperation mit den Behörden ein Forschungsprojekt, um nachzuweisen, dass resistente Tuberkulose in der Ukraine wirksam behandelt werden kann. Es schloss eine verlässliche Diagnostik, psychologische und soziale Hilfe sowie neue, wirksame und oral einzunehmende Medikamente mit weniger Nebenwirkungen ein.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in der Ukraine an.