Unsere Hilfe in Mauretanien

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Mauretanien umfasst Basismedizin und Nothilfe. Der kleine Mohamed Ould Boubakar (15 Monate) wird von einem unserer Ärzte im Gesundheitszentrum in Fassala untersucht.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2017 die Hilfe in Mauretanien auf die medizinische und psychologische Versorgung malischer Flüchtlinge und der einheimischen Bevölkerung.

Die Hilfe in Mauretanien im Einzelnen (Auszug):

  • Die medizinische Hilfe in Mauretanien umfasste die Versorgung Tausender malischer Flüchtlinge, die im Lager Mbera, im Südosten Mauretaniens, lebten. Als 2012 der Konflikt in ihrer Heimat ausbrach, suchten die Flüchtlinge Zuflucht im Grenzgebiet der beiden Länder. Trotz des Friedensabkommens im Jahr 2015 blieben viele aufgrund der unsicheren Lage im Norden Malis im Lager Mbera. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) lebten Ende 2017 insgesamt 52.000 malische Geflüchtete in diesem Camp. 4.000 von ihnen wurden 2017 als Neuankömmlinge verzeichnet. Ärzte ohne Grenzen leistete die Hilfe in Mauretanien in den nahegelegenen Ortschaften Bassikounou und Fassala. Sie umfasste not- und basismedizinische Hilfe. Die Teams hielten im Jahr 2017 rund 200.000 Konsultationen ab, einschließlich Schwangerenvor- und –nachsorge, Familienplanung, Geburtshilfe und Neugeborenen-Versorgung. Sie behandelten chronische und infektiöse Krankheiten sowie Mangelernährung. Ärzte ohne Grenzen führte 2017 insgesamt 408 chirurgische Eingriffe aus, darunter auch Kaiserschnitte und orthopädische Maßnahmen. Im Rahmen dieser Hilfe in Mauretanien führten die Teams 721 psychologische Gespräche mit den Flüchtlingen.
  • Zum Jahresende baute Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Mauretanien aus: Die Klinik in Barkéol, Region Assaba, wurde um den Bau einer Geburtshilfestation erweitert und erhielt Medikamentenspenden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1994 Hilfe in Mauretanien an.