Unsere Hilfe in Mauretanien

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Mauretanien umfasst Basismedizin und Nothilfe. Der kleine Mohamed Ould Boubakar (15 Monate) wird von einem unserer Ärzte im Gesundheitszentrum in Fassala untersucht.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Mauretanien im Jahr 2016 auf die Versorgung malischer Flüchtlinge und der einheimischen Bevölkerung. In den letzten drei Monaten des Jahres kam es zum größten Flüchtlingsansturm seit 2013.

Die Hilfe in Mauretanien im Einzelnen (Auszug):

  • Die medizinische Hilfe in Mauretanien umfasste die Versorgung Tausender malischer Flüchtlinge, die im Lager Mbera, im Südosten Mauretaniens, lebten. Als 2013 der Konflikt in ihrer Heimat ausbrach, wurden sie zur Flucht über die Grenze gezwungen. Trotz des Friedensprozesses hielten die gewaltsamen Angriffe bewaffneter Gruppen und Banditen sie bislang davon ab, nach Mali zurückzukehren. Die große Anzahl neuer Flüchtlinge, die zum Jahresende 2016 im Lager ankam, erhöhte erneut den Druck auf die Infrastruktur des Lagers in Mbera. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) lebten im Dezember 2016 insgesamt 46.877 Malier in diesem Camp. Diese Hilfe in Mauretanien leistete Ärzte ohne Grenzen in den nahegelegenen Ortschaften Bassikounou und Fassala. Sie umfasste die basismedizinische Versorgung, einschließlich gynäkologischer und geburtshilflicher Angebote, sowie Nothilfe für die geflüchteten Malier und die mauretanische Gastbevölkerung. Die Mehrzahl der chirurgischen Eingriffe, die Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Mauretanien im Jahr 2016 vornahm, betraf Kaiserschnitte, Bauchoperationen und orthopädische Maßnahmen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1994 Hilfe in Mauretanien an.