Unsere Hilfe in Mauretanien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Hilfe in Mauretanien konzentrierte sich im Jahr 2015 für Ärzte ohne Grenzen auf die Versorgung der rund 50.000 malischen Flüchtlinge, die im Lager Mbera lebten. Sie waren fast vollständig auf internationale Nothilfe angewiesen. Viele verfügten nicht einmal über ausreichende Nahrungsmittel und Unterkünfte. 

Unsere Hilfe in Mauretanien im Einzelnen (Auszug):

  • Im Jahr 2013 kam es zu einer politischen Krise und angespannten Sicherheitslage in Mali. Tausende Malier flohen damals über die Grenze, um Hilfe in Mauretanien in Anspruch zu nehmen. Trotz des Anfang 2014 einsetzenden Friedensprozesses ist der Norden Malis bislang nicht zur Ruhe gekommen. Bewaffnete Gruppen treiben dort ihr Unwesen, und gewaltsame Angriffe und Banditentum halten die Flüchtlinge von der Rückkehr in die Heimat ab.
    Regierungseinrichtungen sind in dieser Region weiterhin geschlossen. 
  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Mauretanien auf basismedizinische Aktivitäten und medizinische Nothilfe. Die Teams boten gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung für die Flüchtlinge im Lager Mbera und für die einheimische Bevölkerung in den nahegelegenen Städten Bassikounou und Fassala an. Indem Ärzte ohne Grenzen die staatlichen Kliniken und Krankenhäuser unterstützte, stellten die Teams sicher, dass es erstmals in diesem wirtschaftlich vernachlässigten Gebiet eine kostenlose medizinische Versorgung für alle Bewohner gab.
  • Im Rahmen dieser Hilfe für Mauretanien waren die meisten lebensrettenden chirurgischen Eingriffe Kaiserschnitte sowie Bauch- und Orthopädie-Operationen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1994 Hilfe in Mauretanien an.