Unsere Hilfe in Usbekistan

Unsere Patientin zeigt ihre tägliche Menge an Tuberkulose-Medikamenten. 2019 unterstützten wir die Behörden bei der Umsetzung der neuen WHO-Richtlinien für resistente Tuberkulose.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Covid-19-Pandemie finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Januar 2019 nahmen wir erstmals Patient*innen aus der Region Taschkent in unsere klinische Studie „TB-Practeal“ auf, die 2017 in Nukus, Region Karakalpakstan, begonnen wurde. Ziel ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit der Tuberkulosewirkstoffe Bedaquilin und Protomanid zu untersuchen. Die Therapie soll verträglicher sein und nur sechs Monate dauern.

Zudem kooperierten wir in Taschkent mit den Behörden, um die Behandlung von HIV-Patient*innen, die gleichzeitig an Tuberkulose (TB), sexuell übertragbaren Krankheiten oder Hepatitis C erkrankt waren, zu verbessern. Seit Ende 2018 stellten wir Hochrisikogruppen wie Sexarbeiter*innen und Drogengebraucher*innen in der Region Taschkent dieses Angebot zur Verfügung. Zudem setzten wir einen Tuberkulosetest ein, der es ermöglichte, TB bei HIV-Patient*innen zu diagnostizieren.

Unser TB-Projekt in der Region Karakalpakstan bot ein umfassendes Versorgungsmodell an. Außerdem unterstützten wir die Behörden, das TB-Versorgungsprotokoll entsprechend der neuen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation für resistente TB einzuführen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Usbekistan an.