Unsere Hilfe in Usbekistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2015 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Usbekistan darauf, ein kürzeres Behandlungsmodell für Patienten mit multiresistenter Tuberkulose einzuführen und auszuwerten. Diese Therapie dauert nur neun Monate anstatt der üblichen zwei Jahre.

Unsere Hilfe in Usbekistan im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen dieser Hilfe in Usbekistan wird Ärzte ohne Grenzen die medizinischen Ergebnisse der verkürzten Behandlung im Jahr 2016 veröffentlichen. Zudem soll dann auch ein klinischer Test starten, der die ersten neuen Tuberkulose-Medikamente seit mehr als 50 Jahren mit bereits existierenden Arzneimitteln kombiniert, um die resistenten Formen der Krankheit zu behandeln. Beide Initiativen spiegeln den Wunsch von Ärzte ohne Grenzen wider, für Tuberkulose-Patientinnen und Patienten eine kürzere, effektivere und erträglichere Behandlung zu entwickeln. 
  • In der Autonomen Republik Karakalpakstan betreuten die Teams mit den regionalen und zentralen Gesundheitsbehörden weiterhin das langfristige Projekt, eine umfassende Versorgung für alle an Tuberkulose erkrankten Personen zu gewährleisten. Diese Hilfe in Usbekistan umfasste die ambulante Versorgung, schnelle diagnostische Tests sowie Aufklärung, psychosoziale Hilfe und Nahrungsmittelpakete für Menschen mit niedrigem Einkommen oder Gewichtsabnahme. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, den Patienten dabei zu helfen, die Therapie trotz der manchmal schweren medikamentösen Nebenwirkungen durchzuhalten und somit die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
  • In der Hauptstadt Taschkent unterstützten die Teams das städtische Aids-Zentrum, um den Menschen mit HIV einen besseren Zugang zu Diagnose und Behandlung zu ermöglichen. 2015 begannen mehr als 700 Patientinnen und Patienten ihre antiretrovirale Therapie. Die Teams boten zudem Beratungen und Untersuchungen für Begleiterkrankungen an. Damit sind Infektionen gemeint, die vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem häufig vorkommen und sich schlimmer auswirken. 2016 wird Ärzte ohne Grenzen mit der Behandlung von HIV-Patienten beginnen, die sich zusätzlich mit Hepatitis-C angesteckt haben.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Usbekistan an.