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Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe im Iran

  • 77.9
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 75.6
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 93
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 2.4
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: UNDESA (2019a), MSF International Activity Report 2020

Der Iran beherbergt derzeit offiziell 950.000 afghanische und 28.000 irakische Geflüchtete. Zusätzlich zu den Flüchtlingen leben etwa 2,5 Millionen Afghan*innen im Iran. Für sie und andere marginalisierte Gesellschaftsgruppen wie obdachlose Menschen, die ethnische Gemeinschaft der Ghorbati und Drogengebraucher*innen ist es im Iran schwierig, medizinische Hilfe zu erhalten. Auch sind diese Menschen häufig einem hohen Risiko für Infektionskrankheiten ausgesetzt. Deshalb bieten wir insbesondere für sie medizinische Versorgung im Iran an.

Unsere Hilfe im Iran 2020  

  • 29.500 Ambulante Beratungen   
  • 6.060 psychologische Einzelberatungen   
  • 190 Behandlungen von Hepatitis C   

  

Ärzte ohne Grenzen bot 1990 zum ersten Mal medizinische Hilfe im Iran an.

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Medizinische Versorgung in Teheran und Mashad

Im Jahr 2020 haben wir für marginalisierte Menschen im Süden Teherans in einer Gesundheitseinrichtung und einer mobilen Klinik eine umfassende medizinische Versorgung angeboten: Zu unseren Leistungen gehörten ärztliche Beratung, Tests auf übertragbare Krankheiten (HIV, Tuberkulose, Hepatitis B und C), die Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis, die Überweisung an Fachärzt*innen, Schwangerschaftsvor- und -nachsorge sowie Familienplanung. Außerdem haben wir Unterstützung bei psychischen Problemen ermöglicht.

In Mashhad, der zweitgrößten Stadt des Iran, boten wir im vergangenen Jahr in mobilen Kliniken ähnliche Dienste an wie in Teheran. Im Fokus standen dort Geflüchtete sowie Menschen aus den Gemeinden, die sie aufgenommen haben, und Bewohnerinnen eines Frauenhauses. Außerdem haben wir eine Klinik im Stadtbezirk Golshahr, in dem 80 Prozent der Afghan*innen in Mashad leben, medizinisch unterstützt. Entsprechende Dienstleistungen haben wir auch in elf Camps für drogengebrauchende Menschen in Remission angeboten.

Covid 19 im Iran: Ein Versuch zu helfen

Die Covid-19-Pandemie hat auch den Iran im vergangenen Jahr stark getroffen. Während des ersten Höhepunkts begannen wir mit den Vorbereitungen für die Einrichtung einer 50-Betten-Behandlungseinheit in Isfahan, um ein örtliches Krankenhaus zu unterstützen. Kurz nach der Ankunft der Ausrüstung und des Teams wurde die Genehmigung für den Einsatz widerrufen. Da es nicht möglich war, sie an einem anderen Ort im Land aufzustellen, wurde die Ausrüstung zu unserem Projekt in Herat, Afghanistan, exportiert.  

 

29.07.2021