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Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe im Iran

Medizinische Versorgung für Geflüchtete

Der Iran beherbergt derzeit offiziellen Regierungsnangaben zufolge 780.000 afghanische und 20.000 irakische Geflüchtete. Außerdem leben laut Schätzungen des UNHCR 2,1 Millionen Afghan*innen ohne Papiere im Iran. Für sie und andere marginalisierte Gesellschaftsgruppen wie obdachlose Menschen, die ethnische Gemeinschaft der Ghorbati, Sexarbeiter*innen und Drogengebraucher*innen ist es im Iran schwierig, medizinische Hilfe zu erhalten. Auch sind diese Menschen häufig einem hohen Risiko ausgesetzt, an Infektionskrankheiten zu erkranken. In unseren beiden Projekten, im Viertel Darvazeh Ghar in Teheran und in Maschhad, im Osten des Landes, bieten wir deshalb insbesondere für diese vulnerablen Gruppen medizinische Versorgung an.

  • 79.1
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 75.7
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 106
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 3
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: WHO (2019), MSF International Activity Report 2021 (2022)

Unsere Hilfe im Iran im Jahr 2021

  • 48.100 ambulante Sprechstunden
  • 6.610 psychologische Einzelgespräche  
  • 440 neue Hepatitis-C-Behandlungen

Ärzte ohne Grenzen bot 1990 zum ersten Mal medizinische Hilfe im Iran an.

Hohes Infektionsrisiko für marginalisierte Gruppen 

In Iran unterstützten wir marginalisierte Gruppen, wie u.a. Drogengebraucher*innen, Sexarbeiter*innen oder Straßenkinder, die ein größeres Risiko haben, an Infektionskrankheiten zu erkranken. Dazu gehören vor allem Hepatitis, HIV, Tuberkulose oder sexuell übertragbare Krankheiten. In der Hauptstadt Teheran boten wir dieser Zielgruppe umfassende medizinische und psychologische Hilfe an.

Unterstützung nahe der afghanischen Grenze 

Auch in der Stadt Maschhad nahe der afghanischen Grenze unterstützten wir die marginalisierten Gruppen mit medizinischen Angeboten. Unsere Teams behandelten zudem afghanische Geflüchtete, die schon lange im Iran lebten, aber nur beschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung hatten. 

 

26.10.2022