Unsere Hilfe in Iran

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Trotz Verbesserungen im Gesundheitssystem und bei der Behandlung von Sucht- und stigmatisierten Krankheiten wie HIV, blieb es im Jahr 2015 für viele Menschen schwer, die notwendige medizinische Hilfe in Iran zu erhalten. 

Unsere Hilfe in Iran im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen betreute im Jahr 2015 weiterhin das Gesundheitszentrum in Darvazeh Ghar, einem der ärmsten Stadtviertels Teherans. Diese Hilfe in Iran läuft seit 2012 und zielt darauf ab, die Krankheitsrate von Frauen und Kindern unter 15 Jahren zu senken, indem die Teams medizinische Hilfe für ehemalige Drogengebraucher (einschließlich Kinder) und ihre Familienangehörigen, für Schwangere, Sex- und Kinderarbeiter sowie andere marginalisierte Gruppen leisten.
  • Gemeinsam mit anderen Organisationen bot Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Iran medizinische, psychologische und soziale Aktivitäten an. Im Jahr 2015 führten die Teams 6.583 ambulante und 1.899 gynäkologische sowie geburtshilfliche Konsultationen durch. Zudem gaben sie 1.742 psychologische Sprechstunden. Dabei legten sie ein besonderes Augenmerk auf Hochrisikogruppen, die unter sexuell übertragbaren Infektionen oder ansteckenden Krankheiten, wie HIV, Hepatitis C und Tuberkulose, litten. Die Teams verfügten über schnelle diagnostische Tests und konnten Patienten an öffentliche Fachzentren zur Weiterbehandlung überweisen. Im Jahr 2015 führten sie 764 freiwillige Beratungen und HIV-Tests durch. 
  • Das Zentrum in Darvazeh Ghar verfolgte einen gemeindezentrierten und integrierten Ansatz der Basisgesundheitsversorgung und Gesundheitsaufklärung. Letztere wurde auf die Bedürfnisse der Bevölkerung in diesem südlichen Stadtviertel Teherans zugeschnitten. Diese Hilfe in Iran schloss Patienten-Nachsorgetermine und Gesundheitserziehung in den Gemeinden ein. Dabei spielten Peer-Kollegen eine wichtige Rolle, da sie Ärzte ohne Grenzen dabei halfen, mit den schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen zu kommunizieren. 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in Iran an.