Unsere Hilfe in Indien

Eine Mutter sieht dabei zu, wie der Arm ihres Kindes vermessen wird. Mit dem farbkodierten MUAC-Messband wird Mangelernährung diagnostiziert. Der Kampf gegen diese lebensbedrohliche Krankheit ist ein Schwerpunkt unserer Hilfe in Indien.

Bitte beachten Sie unsere aktuelle Berichterstattung zu unserer Hilfe nach der Jahrhundertflut im südindischen Bundesstaat Kerala.

Unsere Aktivitäten im Rückblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete im Jahr 2018 umfassende Hilfe in Indien, da das Gesundheitssystem mit der Versorgung von Millionen Menschen überlastet war.

Unsere Hilfe in Indien im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe in Indien fort: Die Teams hielten insgesamt 56.000 ambulante Konsultationen und 4.330 psychologische Einzelgespräche ab, versorgten 2.100 Patientinnen und Patienten mit antiretroviralen Medikamenten der ersten Therapielinie, begannen die Tuberkulose-Behandlung bei 1.360 Personen und behandelten 2.330 Patienten gegen Hepatitis C.
  • Im Stadtviertel M East Ward in Mumbai arbeiteten wir in einer Klinik, die umfassende Hilfe für Patienten mit HIV und Tuberkulose (TB) anbot. Viele Patienten wiesen sehr komplexe Resistenzen auf und benötigten eine spezielle Therapie. Zudem betreute Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit dem Nationalen TB-Programm eine ambulante Station im Krankenhaus Shatabdi. Auch dort waren viele Patienten mit resistenten Tuberkulose-Formen infiziert. Im Rahmen dieser Hilfe in Indien leistete Ärzte ohne Grenzen zudem in sieben Gesundheitsposten medizinische und psychologische Hilfe für Menschen, die an resistenten TB-Formen erkrankt waren.
  • Im Bundesstaat Manipur gab es viele Menschen, die an HIV, Hepatitis C, herkömmlicher TB und resistenten TB-Formen erkrankt waren. In unseren Kliniken in Churachandpur Chakpikarong und Moreh, nahe der Grenze zu Myanmar, boten wir Reihenuntersuchungen, Diagnose und Behandlung für diese Erkrankungen an. Zudem unterstützten wir das Bezirkskrankenhaus in Churachandpur, um die Versorgung von HIV-Patienten zu verbessern, die gleichzeitig an Hepatitis C erkrankt waren.
  • Im Norden des Landes umfasste die Hilfe in Indien vor allem die Behandlung von Hepatitis C. Ärzte ohne Grenzen hatte 2017 in der Stadt Meerut, Bundesstaat Uttar Pradesh, ein Pilotprojekt begonnen. Wir testeten Patientinnen und Patienten, behandelten sie und boten Beratung an.
  • Im Bundesstaat Bihar waren viele Menschen an der Tropenkrankheit Kala Azar erkrankt. Ärzte ohne Grenzen konzentrierte diese Hilfe in Indien 2018 darauf, Koinfektionen von Kala Azar und HIV zu behandeln. Beide Krankheiten verstärken sich gegenseitig und schwächen das Immunsystem.
  • Der jahrelange Konflikt in Jammu und Kaschmir wirkte sich negativ auf die Gesundheit der Menschen aus. 2018 boten wir psychologische Beratungen in den Krankenhäusern in Srinagar, Baramulla, Bandipora, Pulwama und Bandipora an.
  • Bereits 2015 eröffneten die Teams eine Klinik im Bezirk Jahangirpuri, im Norden Dehlis: Diese Hilfe in Indien umfasste 2018 die Behandlung und Postexpositions-Prophylaxe für Überlebende sexueller oder häuslicher Gewalt.
  • Der niederschwellige Konflikt in den Bundesstaaten Andhra Pradesh, Chhattisgarh und Telangana führte dazu, dass die Menschen dort kaum Zugang zu medizinischer Hilfe hatten. Die Teams leisteten daher im Rahmen der Hilfe in Indien mit mobilen Kliniken basismedizinische Unterstützung.
  • Ärzte ohne Grenzen behandelte im Bundesstaat Jharkhand Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung. Diese Hilfe in Indien schloss eine Studie zu Mangelernährung bei Kindern ein.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in Indien an.