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Unsere Hilfe in Indien

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Die aktuelle Situation in Indien

In den vergangenen Monaten hat sich die Lage rund um Covid-19 in Indien etwas entspannt – die Fallzahlen schießen inzwischen nicht mehr in dem Maße in die Höhe, wie noch in der ersten Jahreshälfte. Die Situation unterscheidet sich jedoch stark von Bundesstaat zu Bundesstaat. Die Ausbreitung des Virus bleibt ein großes Problem, das wir mit Sorge beobachten. In einigen Gebieten ist die Lage immer noch sehr herausfordernd. Unsere Hilfe zur Bekämpfung der Pandemie konzentriert sich aktuell vor allem auf die östliche Stadt Imphal sowie auf den Bundesstaat Maharashtra sowie Mumbai und den Palghar-Distrikt

Wie wir in Indien helfen

  • Wir behandeln unter anderem im Bundesstaat Bihar und in der Metropole Mumbai Patient*innen, die an Covid-19 erkrankt sind. 

  • Wir behandeln in und um Mumbai Menschen mit HIV und resistenter Tuberkulose und bieten ihnen psychosoziale Betreuung. 

  • Wir betreiben mobile Kliniken in abgelegenen Gebieten des Landes, wo selbst vermeidbare und behandelbare Krankheiten wie Malaria lebensbedrohlich sind. 

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Warum wir in Indien helfen

Wir schließen Lücken im indischen Gesundheitssystem und bieten medizinische Versorgung für Menschen, die sonst nur schwer Zugang dazu hätten. Denn trotz der verbesserten Gesundheitsversorgung in Indien erhalten nicht alle Menschen die medizinische Hilfe, die sie brauchen. Eine Kombination aus hohen Behandlungskosten, Armut, sozialer Ausgrenzung und einem überlasteten öffentlichen Gesundheitssystem hält sie davon ab.

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Mobile Klinik in Chhattisgarh: Mitarbeiterin verteilt Medikamente
In unserer mobilen Klinik in Chhattisgarh bekommt Sodi Deve Medikamente gegen ihre Atembeschwerden und das Fieber.
©Tadeu Andre/MSF

Die Pandemie erschwerte diese Situation noch einmal. Menschen, die an Tuberkulose, HIV oder Diabetes erkrankt sind, sind durch die Covid-19-Pandemie doppelt gefährdet: Sie zählen nicht nur zur Risikogruppe, sondern sind auch davon betroffen, dass viele Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens für die Covid-19-Maßnahmen abgezogen werden. Die Konsequenz: Die Behandlung von Krankheiten wie Tuberkulose ist nicht mehr selbstverständlich. In mehreren Projekten behandeln wir resistente Tuberkulose (DR-TB), Aids-Erkrankungen und andere Infektionskrankheiten. Diskriminierung erschwert für Patient*innen, die HIV-positiv sind, oft den Zugang zu medizinischer Hilfe. 

Darüber hinaus behandeln wir mangelernährte Kinder und bieten psychologische Unterstützung und Betreuung von Überlebenden sexualisierter Gewalt an.  

In Indien helfen wir in Manipur, Maharashtra, Assam, Jammu und Kaschmir, Bihar, Chhattisgarh und Delhi. Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in Indien an. 

  • 71
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 68.5
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 682
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 15.1
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: UNDESA (2019a), MSF International Activity Report 2020

Unsere Hilfe in Indien 2020

  • 21.900 antiretrovirale Behandlungen der ersten Therapielinie     

  • 1.180 neue Tuberkulose-Patient*innen     

  • 400 Menschen aufgrund von sexualisierter Gewalt behandelt 

  • 64 Patient*innen begannen eine Therapie gegen Hepatitis C 

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Ehepaar Kimboi holt seine HIV-Medikamente in der Klinik in Chakpikarong, Indien ab.
Herr und Frau Kimboi sind in unsere Klinik in Chakpikarong im Bundesstaat Manipur gekommen, um sich untersuchen zu lassen und Medikamente abzuholen. Beide sind HIV-positiv.
©Jan-Joseph Stok

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Der Kampf gegen Covid-19 in Indien

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Medizinisches Personal beim Anlegen der Covid-19-Schutzausrüstung
Unsere Mitarbeiterin hilft dem medizinischen Personal beim Anlegen der Schutzausrüstung, bevor sie die Covid-19-Station betreten.
©Garvit Nangia/MSF

Im Juni eröffneten wir ein Notfallprojekt in der Imphal, der Hauptstadt des Bundesstaates Manipur. Gemeinsam mit den örtlichen Gesundheitseinrichtungen fokussieren wir uns dabei darauf, marginalisierten Bevölkerungsgruppen Behandlungen zu ermöglichen, falls sie sich mit Covid-19 infiziert haben. Neben der Einrichtung einer Covid-19-Intensivstation im Gebäude einer Schule unterstützen wir die Isolierung von Patient*innen in ihren Wohnungsstätten und besuchen die ländlichen Regionen, um Informationen über den Infektionsschutz und Hygieneprodukte zu verteilen. 

Unser großes Covid-19-Projekt in einem Krankenhaus in Mumbai konnten wir im Juli an die lokalen Behörden übergeben. In Mumbai ist ein wichtiger Fokus unserer Arbeit nun die Versorgung von Wanderarbeiter*innen, die im vergangenen Jahr durch die Lockdown-Maßnahmen in Indien besonders hart getroffen wurden. Sie waren gezwungen, kurzfristig in ihre Heimatorte zurückzukehren, weshalb oft wichtige medizinische Behandlungen zum Beispiel gegen medikamentenresistente Tuberkulose unterbrochen wurden. In Vorbereitung auf eine weitere Covid-19-Infektionswelle versuchen wir jetzt gemeinsam mit den Wanderarbeiter*innen Wege zu finden, um die Behandlung in solchen Fällen aufrechtzuerhalten. Außerdem kümmern wir uns in dem Stadtteil Mumbais, in dem die Wanderarbeiter*innen hauptsächlich leben, um verbesserte sanitäre Bedingungen und psychosoziale Beratung. 

In Assam unterstützten wir die Behandlung von Covid-19-Patient*innen, indem wir Geräte zur Sauerstoffkonzentration spendeten. Außerdem begannen wir ein Projekt, um in Teegärten Gesundheitsberatung anzubieten. 

HIV, Hepatitis C und Tuberkulose

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Mutter gibt Tochter Medikament gegen multiresistende Tuberkulose
Eine Mutter gibt ihrer sechsjährigen Tochter, die an multiresistender Tuberkulose erkrankt ist, ein Medikament.
©Atul Loke

Im Bundesstaat Manipur versorgten wir in Churachandpur, Chakpikarong und Moreh Patient*innen, die an HIV, Hepatitis C und herkömmlicher oder resistenter Tuberkulose erkrankt waren. Unsere Teams boten zudem im Unionsterritorium Jammu und Kaschmir psychologische Hilfe an, da die Bevölkerung unter den Folgen des jahrelangen Konflikts litt. Im Bezirk Jahangirpuri, im Norden Delhis, betreuten wir eine Klinik für Überlebende sexualisierter und häuslicher Gewalt. Im Bundesstaat Bihar behandelten wir HIV-Patient*innen im fortgeschrittenen Stadium, und im Bundesland Jharkhand versorgten wir mangelernährte Kinder.

In Mumbai setzten wir die enge Kooperation mit den nationalen Tuberkulose- und HIV-Programmen fort, um die Häufigkeit der Erkrankungen und die Todesraten zu senken. Das Hepatitis C-Programm, das wir im Bundesstaat Uttah Pradesh unterstützten, übergaben wir 2019 an die Behörden. Zudem betreuten wir mobile Kliniken, um Menschen in entlegenen Dörfern der Bundesstaaten Andhra Pradesh, Chhattisgarh und Telangana zu versorgen.

Letztes Update: 13. Oktober 2021