Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Neun Monate lang war der sechsjährige Danny Haro bei uns in Behandlung gegen Tuberkulose. Hier erfährt er gerade, dass dies seine letzte Sitzung war und er die Krankheit besiegt hat.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 15.900 ambulante Sprechstunden
  • 1.350 Neubehandlungen von Tuberkulose

Wir arbeiteten 2019 eng mit dem nationalen Tuberkuloseprogramm zusammen, um die Diagnose und Behandlung im Gerehu-Krankenhaus in der Hauptstadt Port Moresby sowie in der Stadt Kenema, Provinz Gulf, zu verbessern. Im gleichen Jahr führten wir die von der Weltgesundheitsorganisation für multiresistente Tuberkulose empfohlene Behandlung ein: Alle Patient*innen erhielten eine sechsmonatige orale Behandlung mit dem relativ neuen Arzneistoff Bedaquilin, der weniger Nebenwirkungen hat. In Port Moresby bauten wir aufgrund der hohen Patient*innenzahlen eine Tuberkuloseklinik auf dem Gelände des Gerehu-Krankenhauses.

In den entlegenen Gebieten der Provinz Gulf erhöhten wir unsere mobilen Aktivitäten. Das dezentralisierte Versorgungsmodell erlaubte es, dass die Patient*innen nicht mehr so oft Kliniken aufsuchen mussten. Wir verbesserten zudem die Versorgung durch die Integration von HIV-Tests und legten einen besonderen Fokus auf die Beratung der Patient*innen, ihre Behandlung und die Nebenwirkungen. Dies half, die Anzahl der gescheiterten Therapien zu verringern.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Papua-Neuguinea an.