Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Unser mobiles Team sucht eine Frau mit Tuberkulose an ihrem Wohnort in Port Moresby auf und versorgt sie mit Medikamenten. Der Kampf gegen TB bildet einen Schwerpunkt unserer Hilfe in Papua-Neuguinea.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Papua-Neuguinea fort und konzentrierte sich auf die Behandlung von Tuberkulose (TB). Die Krankheit war die zweithäufigste Todesursache im Land und stellte damit eine große Herausforderung für die Gesundheitsbehörden dar.

Die Hilfe in Papua-Neuguinea im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte sich auf die TB-Hilfe in Papua-Neuguinea: Gemeinsam mit dem Nationalen Tuberkulose-Programm verbesserten wir die Reihenuntersuchungen, die Diagnose, die Erstbehandlung und Nachversorgung im Gerehu-Krankenhaus in Port Moresby, der Hauptstadt, sowie in der Stadt Kerema. Insgesamt hielten die Teams mehr als 16.500 ambulante medizinische Konsultationen ab, und 1.720 Patientinnen und Patienten begannen ihre TB-Behandlung. Darunter waren auch 62 Patienten mit multiresistenter Tuberkulose. Bei unserer Hilfe in Neuguinea lag 2018 die Priorität auf der Verbesserung der Patientenversorgung, der Therapietreue und des Behandlungserfolgs. Aus diesem Grund diskutierten wir mit den Gesundheitsbehörden die Einführung der neuesten Behandlungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.
  • Unser Team in Port Moresby konzentrierte sich auf die Nachsorge der Patientinnen und Patienten sowie auf ambulante Aktivitäten, um die Therapietreue zu verbessern. Die Patientenzahlen stiegen im Verlauf des Jahres. Dies legte eine höhere Akzeptanz für unseren Ansatz nahe. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es in der Hauptstadt nicht genügend Reihenuntersuchungen und Diagnosemöglichkeiten gab.
  • In der Gulf-Provinz weitete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Papua-Neuguinea die mobilen Aktivitäten aus: Wir betreuten Kliniken in entlegenen Regionen der Gulf-Provinz und verbesserten den Zugang zu Diagnose und Behandlung für diejenigen Patientinnen und Patienten, die zuvor aus geografischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Gründen ausgeschlossen waren. Unser dezentralisiertes Versorgungsmodell hatte den Vorteil, dass die Patienten und Patientinnen nicht mehr so häufig eine medizinische Einrichtung aufsuchen mussten. Gleichzeitig verbesserten wir die Qualität der Hilfe in Papua-Neuguinea, indem wir HIV-Tests integrierten, mehr Wert auf Beratung legten sowie die Behandlung und mögliche Nebenwirkungen genauer überwachten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Papua-Neuguinea an.