Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Unsere Mitarbeiterin leistet Aufklärungsarbeit über häusliche und sexuelle Gewalt. Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea konzentrierte sich 2016 auf die Behandlung von Überlebenden sexueller Gewalt und Patienten mit Tuberkulose.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte im Jahr 2016 die Hilfe in Papua-Neuguinea darauf, den Zugang zum Screening und zur Behandlung von Tuberkulose (TB) zu verbessern.

Die Hilfe in Papua-Neuguinea im Einzelnen (Auszug):

  • Die TB-Hilfe in Papua-Neuguinea konzentrierte sich 2016 auf die Hauptstadt Port Moresby, da hier rund 25 Prozent der an Tuberkulose erkrankten Menschen leben. Gemeinsam mit dem Nationalen Tuberkuloseprogramm erweiterte Ärzte ohne Grenzen die Kapazitäten für das Screening, die Diagnose, Behandlung und Nachsorge im Gerehu-Krankenhaus in Port Moresby. Mobile Teams begannen in den Gemeinden zu arbeiten, um die Therapietreue zu verbessern.
     
  • In der Provinz Gulf weiteten die Teams im Rahmen der Hilfe in Papua-Neuguinea die TB-Programme aus: Sie unterstützten zwei Kliniken und das Kerema-Krankenhaus. Der schlechte Zugang zu entlegenen Gebieten und der Mangel an wirksamer Nachsorge führte dazu, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Behandlung nicht beendeten. Gemeinsam mit den Provinzbehörden entwickelte Ärzte ohne Grenzen daher ein dezentralisiertes Versorgungsmodell, damit die Patienten nicht so häufig die medizinischen Einrichtungen aufsuchen mussten. Mit dieser Hilfe in Papua-Neuguinea erreichten die Teams bis zum Jahresende 2016 insgesamt 1.819 neue Patienten mit herkömmlicher Tuberkulose und 24 neue Patienten mit resistenter TB.
     
  • Im März 2016 veröffentlichte Ärzte ohne Grenzen den Bericht „Return to Abuser“. Er zeigt Lücken im Gesundheitssystem von Papua-Neuguinea auf, die Frauen und Kinder in einen Kreislauf von schwerer häuslicher und sexueller Gewalt zwingen. Die Teams übergaben danach im Krankenhaus in Tari die letzten Aktivitäten zur Behandlung von Überlebenden häuslicher und sexueller Gewalt. Obwohl alle Gewaltarten weiterhin in Tari und in der Region Highland häufig vorkommen, sind jetzt die Provinzbehörden dafür verantwortlich, den Überlebenden Zugang zu medizinischer und psychologischer Hilfe in Papua-Neuguinea zu verschaffen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals  1992 Hilfe in Papua-Neuguinea an.