Unsere Hilfe in Burkina Faso

Ein Krankenpfleger führt einen Malaria-Test bei einer jungen Frau durch, die im Vertriebenenlager Barsalogho lebt.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

In den Provinzen im äußersten Norden weitete Ärzte ohne Grenzen 2018 die Hilfe in Burkina Faso aus. Die Aktivitäten nahe der Grenze zu Mali wurden allerdings wiederholt durch gewaltsame Konflikte behindert.

Die Hilfe in Burkina Faso im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in Burkina Faso umfasste ab der Jahresmitte neue Projekte in den nördlichen Provinzen Soum und Oudalan. Ziel war es, mehr Nothilfe leisten zu können und die Vertriebenen und die einheimische Bevölkerung in den unterversorgten Gesundheitsbezirken zu unterstützen. Die Menschen in dieser Region waren zwischen die Fronten von bewaffneten Gruppen und Sicherheitskräften geraten, vor allem in der Sahel-Region nahe der Grenze zu Mali, wo Tausende aus ihren Häusern fliehen mussten. In der Hauptstadt Ouagadougou kam es zu koordinierten Angriffen auf die Französische Botschaft und die militärische Zentrale von Burkina Faso.
  • Mit unserer Hilfe in Burkina Faso unterstützten wir drei Krankenhäuser in Dori, Gorom Gorom und Djibo. Die Teams verstärkten die Kapazität der Notaufnahmen durch Training, renovierten Gebäudeteile und Operationssäle und spendeten Medikamente und Material. Sie rüsteten die Notaufnahme im Krankenhaus in Gorom Gorom vollständig aus und entsandten ein Team aus Chirurgen und Anästhesisten, um die chirurgische Station im Krankenhaus von Djibo zu verstärken.
  • Darüber hinaus unterstützte Ärzte ohne Grenzen zahlreiche ländliche Gesundheitszentren in den Provinzen Soum und Oudalan. Wir boten kostenlose medizinische Hilfe für Kinder an, die an Malaria oder Durchfall erkrankt waren. Allerdings wurden diese Aktivitäten wiederholt durch zunehmende Unsicherheit unterbrochen.
  • Weiter im Süden des Landes unterstützte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Burkina Faso die Bekämpfung einer Dengue-Fieber-Epidemie, die bereits im September 2017 in der Region Centre ausgebrochen war. Wir bauten ein Netzwerk aus verschiedenen medizinischen Einrichtungen auf, um bei der Überwachung und Diagnose von Verdachtsfällen zu helfen, trainierten das Personal und halfen bei der Erarbeitung eines Notfallplans im Fall eines neuen Ausbruchs. Diese Hilfe in Burkina Faso wurde in enger Kooperation mit den Gesundheitsbehörden geleistet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in Burkina Faso an.

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