Unsere Hilfe in Burkina Faso

2014 beendeten wir unsere Hilfe in Burkina Faso. Das Ernährungszentrum in Titao, in dem seit 2007 zahlreiche mangelernährte Patienten behandelt wurden, konnte geschlossen werden. Die Neuaufnahmen waren in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Oktober 2017 kehrte Ärzte ohne Grenzen nach einer mehr als zweijährigen Unterbrechung zurück, um medizinische Hilfe in Bukina Faso zu leisten. Die Teams unterstützten die Gesundheitsbehörden bei der Bekämpfung einer Dengue-Epidemie.

Unsere Hilfe in Burkina Faso im Einzelnen (Auszug):

  • Im Verlauf dieser Hilfe in Burkina Faso hielten die Teams gemeinsam mit den Behörden 3.290 Dengue-Fieber-Konsultationen ab und führten 951 Schnelltests durch. Am 28. September war in der Zentral-Region eine Dengue-Fieber-Epidemie offiziell bestätigt worden. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die von Mücken übertragen wird und Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen verursacht. Die Krankheit selbst kann zwar nicht behandelt werden, doch eine frühe Diagnose und Behandlung der Symptome kann das Leid der Patientinnen und Patienten verringern und Todesfälle verhindern. Im Rahmen der Hilfe in Burkina Faso unterstützte Ärzte ohne Grenzen vier Gesundheitszentren und die infektiologische Station im Universitätskrankenhaus der Hauptstadt Ouagadougou. Die Teams stellten Schnelltests zur Verfügung, überwiesen schwere Fälle, verabreichten Medikamente zur Fiebersenkung und versorgten die Erkrankten, vor allem die bedürftigsten Gruppen wie Schwangere und Kinder unter fünf Jahren. Gleichzeitig unterstützten sie das nationale Personal dabei, die Virus-Erkrankung frühzeitig zu erkennen und die Symptome zu behandeln, indem intravenöse Flüssigkeiten verabreicht und Bluttransfusionen ermöglicht wurden. Sie schulten mehr als 450 medizinische und paramedizinische Fachkräfte in 35 öffentlichen Einrichtungen.
  • Die Hilfe in Burkina Faso umfasste auch Aufklärungsaktivitäten, die in den Gesundheitszentren der Dörfer stattfanden. Die Teams ermunterten die Erkrankten, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen anstatt sich bei den ersten Symptomen von Dengue-Fieber selbst mit Medikamenten zu behandeln. Sie klärten die Bevölkerung auch über die Bedeutung der Vektorkontrolle (Maßnahmen zur Eindämmung von Krankheiten) in ihren Häusern auf. In den fünf von Ärzte ohne Grenzen unterstützten Einrichtungen wendeten sie Insektenspray an, um die Mücken zu töten, und schützten Fenster und Türen des Universitätskrankenhauses mit Moskitonetzen.
  • Ärzte ohne Grenzen suchte zudem fünf weitere Gesundheitseinrichtungen für jeweils zwei bis drei Tage auf, um die Patientinnen und Patienten zu testen und zu behandeln, die Symptome von Dengue-Fieber aufwiesen. Die Teams konnten auf diese Weise nachvollziehen, wie sich die Epidemie in diesen Gebieten verbreitete. Diese Hilfe in Burkina Faso wurde in enger Kooperation mit den Gesundheitsbehörden geleistet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in Burkina Faso an.

Nachrichten aus Burkina Faso

Seiten