Unsere Hilfe in Frankreich

Sprachunterricht für Asylsuchende in unserem Projekt in Passarelle. Ein ehrenamtlicher Helfer leitet die Stunde.

Aktuelle Informationen zu unserem Einsatz aufgrund der Covid-19-Pandemie in Frankreich finden Sie hier.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 1.820 psychologische Gespräche

Wir unterstützten 2019 weiterhin unbegleitete jugendliche Migrant*innen, deren Kinderschutzantrag oft aus strittigen Gründen abgelehnt worden war. Wir sorgten für einen Aufschub und ermöglichten ihnen den Zugang zu rechtlicher Beratung, medizinischer, sozialer sowie psychologischer Hilfe in einem von Ärzte ohne Grenzen betreuten Zentrum in Pantin, einem Pariser Vorort. Mehrere Hundert Jugendliche profitierten 2019 davon.

Gemeinsam mit der Organisation Utopia 56 konzentrierten wir uns auf den Ausbau eines freiwilligen Familiennetzwerks, um Jugendliche während ihres Verfahrens unterzubringen. Da der Staat seiner Verpflichtung, die Kinder mit einem Wohnplatz zu versorgen, nicht nachkam, sorgten wir ab Dezember für Notunterkünfte in Paris und Marseille.

In Paris betreuten wir mobile Kliniken für Migrant*innen jeden Alters und überwachten die Lage landesweit, vor allem entlang der Grenzen zu Italien und Spanien. Wir forderten zudem eine parlamentarische Untersuchung, um Missbrauch und Gewalt gegenüber Migrant*innen seitens der Behörden aufzudecken und zu beenden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe in Frankreich an.