Direkt zum Inhalt
Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe in Russland

In der Russischen Föderation arbeiten wir mit Gesundheitsbehörden und akademischen Partnern in den Regionen Archangelsk und Wladimir in der Behandlung resistenter Tuberkulose (DR-TB) zusammen. Unsere Teams erstellen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium eine Studie, mit der die Wirksamkeit neuartiger, rein oraler Kurzzeittherapien für Patient*innen mit DR-TB nachgewiesen werden soll. Im vergangenen Jahr wurden in den beiden Regionen mehr als 60 betroffene Menschen in die Studie aufgenommen. Ende 2021 haben die ersten Patient*innen ihre Behandlung abgeschlossen, und die Nachbeobachtungsphase hat begonnen.

In Moskau und St. Petersburg setzen wir unsere Partnerschaft mit zwei lokalen Nichtregierungsorganisationen fort, die sich um die Gesundheitsfürsorge besonders gefährdeter Menschen kümmern, darunter sind z.B. auch HIV-Infizierte. Das aktuelle Projekt läuft seit 2020 und ist nicht mehr nur auf COVID-19 ausgerichtet, sondern auch auf andere Infektionskrankheiten. 2021 arbeiteten wir mit einer Partnerorganisation zusammen, um eine medizinische Einheit in St. Petersburg zu etablieren. Wir boten dem dortigen Team auch Schulungen zu psychischer Gesundheit und Burnout-Prävention an.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 sind rund 1,5 Millionen Menschen aus dem Land geflohen, von denen inzwischen mehr als 53.000 in Russland sind. Wir haben in Russland Teams eingerichtet, die sich mit den humanitären und medizinischen Bedürfnissen der Geflüchteten befassen.  

7. März 2022

  • 77.8
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 83.7 Jahre
  • 67.1
    Jahre im Durchschnitt.
    In Deutschland: 78.9 Jahre
  • 20
    Mitarbeiter*innen waren für uns im Einsatz.
  • 1.3
    Millionen Euro haben wir für unsere Hilfe vor Ort aufgewendet.

Quellen: UNDESA (2019a), MSF International Activity Report 2020

Unsere Hilfe in Russland im Jahr 2020

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in der Russischen Föderation an. 

Kampf gegen resistente Tuberkulose (TB)

Nach wie vor ist die Zunahme resistenter Tuberkuloseformen in Russland besorgniserregend. Wir starteten daher 2020 zahlreiche neue Aktivitäten. So behandelten unsere Teams Patient*innen, die unter den schwersten Tuberkuloseformen litten. Während der Covid-19-Pandemie belieferten wir zudem Patient*innen mit resistenter Tuberkulose mit Nahrungsmittelpaketen und Informationen über Präventionsmaßnahmen. Wir unterstützten auch die Behörden mit Labormaterialien für Covid-19-Tests. 

Kooperationen - auch mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen

Wir weiteten unsere Partnerschaft mit der Region Archangelsk, der dortigen Northern State Medical University und der klinischen Apotheke der Region Archangelsk auf das klinische TB-Gesundheitszentrum von Archangelsk aus, um an einem neuen oralen Kurzzeitbehandlungsregime zu arbeiten. In Moskau und Sankt Petersburg leisteten wir mit zwei zivilgesellschaftlichen Organisationen medizinische Unterstützung für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen wie z.B. Menschen mit HIV. 

 

29.07.2021

Unterstützen Sie unsere weltweite Nothilfe!

Jetzt spenden