Unsere Hilfe in Burundi

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2016 die Hilfe in Burundi auf die kostenlose medizinische Versorgung von Verletzten in der Hauptstadt Bujumbura.

Unsere Hilfe in Burundi im Einzelnen (Auszug)

  • Ärzte ohne Grenzen nahm bereits 2015 die Hilfe in Burundi wieder auf, nachdem es im Zuge der Präsidentschaftswahlen zu Ausschreitungen gekommen war. Seitdem arbeiten die Teams in der Arche Kigobe, einer privaten medizinischen Einrichtung. Die Arche ist eine von zwei Zentren für die Versorgung von Unfallopfern in Bujumbura. In der Hauptstadt kommt es aufgrund der politischen Spannungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten immer wieder dazu, dass Menschen Verwundungen davontragen. Ärzte ohne Grenzen hat daher im Zuge der Hilfe in Burundi im Jahr 2016 die Bettenkapazität der Arche von 43 auf 75 erhöht und die medizinische Versorgung auf alle Verletzungsarten ausgeweitet.
  • Die Teams behandelten 2016 insgesamt 4.839 Personen in der Notaufnahme, nahmen 1.801 Patientinnen und Patienten stationär auf und führten 3.184 chirurgische Eingriffe durch. Physiotherapeutische Fachkräfte machten 11.237 postoperative Behandlungen, und 1.160 Menschen nahmen psychologische Hilfe in Anspruch.
  • Die Hilfe in Burundi umfasste auch zwei Cholera-Einsätze auf dem Höhepunkt der Epidemie in den Monaten zwischen August und November. Im PRC-Krankenhaus in Bujumbura errichteten die Teams ein Cholera-Behandlungszentrum und unterstützten die Versorgung von 57 Patienten. Darüber hinaus behandelten sie in zwei weiteren Cholera-Zentren in Kabezi und Ruziba 295 Patientinnen und Patienten. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, desinfizierten die Teams 2.832 Haushalte. Die Cholera-Hilfe in Burundi umfasste auch die Verteilung notwendiger Hilfsgüter zur Reinigung des Trinkwassers.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Burundi an.