Unsere Hilfe in Sierra Leone

Mussa wurde in unsere Klinik eingeliefert, weil er keine Nahrung aufnahm und untergewichtig war. Erst nach über einer Woche der Behandlung konnte Mussa richtige Mahlzeiten zu sich nehmen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 115.900 ambulante Sprechstunden
  • 46.600 Malariabehandlungen
  • 32.200 Schwangerenberatungen
  • 4.600 Entbindungen
  • 1.570 Aufnahmen von Kindern in stationären Ernährungsprogrammen

2019 unterstützten wir im Bezirk Kenema 13 Kliniken in Gorama Mende, Wandor und Nongowa sowie das Krankenhaus in Hangha. Dabei konzentrierten wir uns auf Schwangere und Neugeborene, da die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern in Sierra Leone zu den weltweit höchsten gehört. Im Krankenhaus betreuten wir u. a. die Pädiatrie, Notaufnahme, Intensivstation oder das stationäre Ernährungszentrum. Auch bei der Malaria-Behandlung fokussierten wir uns auf Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Im Bezirk Tonkolili betreuten wir ein Mutter-Kind-Programm und unterstützten das Bezirkskrankenhaus sowie acht Kliniken.

Wir leisteten logistische Hilfe bei einem Masernausbruch im Bezirk Kambia und unterstützten Impfkampagnen gegen Masern und Röteln in den Bezirken Kenema und Tonkolili. Als es im November zu Fällen von Lassafieber kam, stellten wir medizinisches Material und Expertise zur Verfügung. Im Bezirk Bombali starteten wir ein Projekt zur Behandlung von resistenter Tuberkulose.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Sierra Leone an.