Unsere Hilfe in Tadschikistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Es war ein Meilenstein für die Hilfe in Tadschikistan, dass Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2015 fünf Tuberkulose-Patienten mit Bedaquilin behandeln konnte, einem der ersten neuen Arzneimittel gegen Tuberkulose (TB) seit 50 Jahren.

Unsere Hilfe in Tadschikistan im Einzelnen (Auszug):

  • Im Krankenhaus von Duschanbé unterstützte Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden ein umfassendes Versorgungsprogramm für an TB erkrankte junge Leute und ihre Familien. Diese Hilfe in Tadschikistan lief möglichst ambulant. Zudem versuchte das Team, den Zugang zur TB-Versorgung für diejenigen zu verbessern, die weit entfernt vom Krankenhaus lebten. So übernahm Ärzte ohne Grenzen beispielsweise die Transportkosten. 
    Seit dem Jahr 2014 wendet Ärzte ohne Grenzen die Eigenherstellung von Medikamenten an, um die Arzneimittel an den Bedarf von Kindern mit multiresistenter Tuberkulose anzupassen. 16 Kinder wurden im Jahr 2015 damit behandelt. Darüber hinaus schloss diese TB-Hilfe in Tadschikistan auch ernährungsergänzende und psychosoziale Maßnahmen mit ein. Dadurch sollten die Patienten motiviert werden, die anstrengende Therapie durchzuhalten. Die Teams versuchten auch, das Stigma der Krankheit zu verringern und systematisch alle Patienten ausfindig zu machen, die zuvor mit den TB-Patienten in Kontakt waren.
  • Diagnostische Mittel, wie Sputum-Induktion oder Magenspülung wurden im Jahr 2015 erstmals in Tadschikistan angewendet. Das Team hofft zudem, künftig weitere Methoden einzuführen, wie Stuhlproben oder einen Medikamentenschnelltest mit GeneXpert. Das pädiatrische TB-Protokoll, das Ärzte ohne Grenzen entwickelt hat, wurde als Nationale Behandlungsrichtlinie angenommen.
  • Ärzte ohne Grenzen weitete im Jahr 2015 die Hilfe in Tadschikistan aus: In einem neuen Projekt in Kulob, im Süden des Landes, sollen die Teams pädiatrische HIV- und TB-Fälle behandeln. Die medizinischen Aktivitäten starten im Frühjahr 2016. 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Tadschikistan an.