Unsere Hilfe in Madagaskar

Ein Arzt in unserer Spezialklinik für an Pest Erkrankte hilft einem kleinen Mädchen beim Anlegen einer Schutzmaske.

Hilfe bei der Bekämpfung der Pest:

In Madagaskar ist die Zahl der im Oktober 2017 an Lungenpest erkrankten Patienten deutlich zurückgegangen, sodass Ärzte ohne Grenzen die Aktivitäten in der Hafenstadt Tamatave im Osten des Landes beenden kann. Seit Anfang Oktober, nach Ausbruch der Lungenpest, unterstützen Teams von Ärzte ohne Grenzen die örtlichen Gesundheitsbehörden bei der Behandlung von Patienten und der Eindämmung der Epidemie. Landesweit werden derzeit noch 35 Pestpatienten behandelt. Das Pest-Behandlungszentrum in Tamatave bleibt unter der Leitung der Behörden von Madagaskar weiter geöffnet. Seit dem 8. November waren dort keine Patienten zur Behandlung. (November 2017)

Die Hilfe in Madagaskar im Rückblick (Auszug):

  • Im Rahmen der Ernährungs-Hilfe in Madagaskar arbeitete Ärzte ohne Grenzen im Bezirk Ambovombe, Region Androy. Ausbleibender Regen und eine schlechte Ernte im Jahr 2015 hatten dort zu einer Mangelernährungskrise geführt. Bis März 2016 hatten die Teams 273 mangelernährte Kinder stationär in das Ernährungszentrum aufgenommen und 1.165 mangelernährte Kinder ambulant behandelt. Sie fuhren mit Wohnwagen in verschiedene ländliche Regionen, um den Ernährungsstatus der verstreut lebenden Bevölkerung zu überprüfen. Im Januar und Februar untersuchten sie rund 10.368 Kinder auf Mangelernährung und hielten mehr als 8.000 medizinische Konsultationen ab. Im Rahmen der Hilfe in Madagaskar impften sie zudem in diesen ersten beiden Monaten 1.559 Kinder gegen Masern und andere tödliche Krankheiten, wie Lungenentzündung, Diphtherie und Tetanus.
Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe in Madagaskar an.