Unsere Hilfe in Mosambik

In Mosambik umfasste unsere Hilfe 2015 ein Projekt in Beira. Zur Zielgruppe gehörten Sexarbeiter, Lkw-Fahrer und Saisonarbeiter. Mehr als 2.000 Personen ließen sich testen und wurden gegen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2015 setzte Ärzte ohne Grenzen die langjährige Hilfe in Mosambik gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden fort. Zu den Kernaktivitäten gehörten die Entwicklung innovativer Strategien zur Bekämpfung von HIV/Aids und Tuberkulose (TB) sowie die Reaktion auf Epidemien wie Cholera.

Die Hilfe in Mosambik im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in Mosambik konzentrierte sich auch im Jahr 2015 auf HIV/Aids: Denn obwohl die Regierung im Jahr 2013 einen ehrgeizigen Plan verabschiedet hatte, um die Behandlung von HIV/Aids zu beschleunigen, kämpfte das Land weiterhin mit der Epidemie. 11,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist HIV-positiv. Besorgniserregend ist vor allem, dass diese Zahlen erneut steigen, was teilweise mit strukturellen Problemen zu tun hat, wie dem Mangel an medizinischem Fachpersonal und wiederholten Medikamentenengpässen. Ärzte ohne Grenzen bot im Jahr 2015 technische und fachmedizinische Hilfe für Patienten im fortgeschrittenen Aids-Stadium sowie Strategien für stabile, gesunde HIV-Patienten an, damit sie leichter an ihre Medikamente kommen.
  • In der Hauptstadt Maputo fokussierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Mosambik auf HIV/Aids-Infizierte, die spezielle Hilfe benötigten: Dazu gehörten Patientinnen und Patienten, deren antiretrovirale Therapie scheiterte oder die an Koinfektionen wie multiresistenter Tuberkulose, viraler Hepatitis oder an Krebserkrankungen litten wie dem Kaposi Sarkom oder den humanen Papillomaviren, die u. a. zu Gebärmutterhalskrebs führen können. Die Teams leisteten zudem umfassende Hilfe für Patienten mit multiresistenter Tuberkulose und HIV-infizierten Frauen und Kindern. Zudem führten sie die Viruslastüberprüfung von 28.394 Patienten durch.
  • Unsere Hilfe in Mosambik wurde darüber hinaus im sogenannten „Korridor-Projekt“ ausgeweitet, das im Jahr 2014 begann. Es betrifft die Handelsstraße zwischen dem geschäftigen Hafen in Beira und dem Minengebiet in der Provinz Tete. 967 Lkw-Fahrer und 558 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter erhielten auf dieser Strecke Tests für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Dabei handelt es sich um eine besonders gefährdete Gruppe mit einer HIV-Häufigkeit von 55 Prozent.
  • Cholera ist endemisch in Mosambik. Im Norden und Zentrum des Landes kam es im Jahr 2015 zu mehreren außergewöhnlich großen Ausbrüchen. Unsere Cholera-Hilfe in Mosambik erstreckte sich auf die Provinzen Tete und Zambezia, wo die Teams 415 Patienten behandelten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Mosambik an.

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