Unsere Hilfe in Kirgisistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte 2015 die Hilfe in Kirgisistan auf die Behandlung von resistenter Tuberkulose, deren Krankheitsrate landesweit sehr hoch war. Trotzdem hatten viele Menschen, vor allem in ländlichen Gebieten, kaum Zugang zu medizinischer Versorgung.

Unsere Hilfe in Kirgisistan im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte sich bei dieser Hilfe in Kirgisistan vor allem auf die ambulante Versorgung, um die Aufenthaltsdauer der Patienten im Krankenhaus zu verringern. Auf diese Weise wurde auch das Risiko reduziert, sich in der Klinik anzustecken. Die ambulante Versorgung erhöhte darüber hinaus die Behandlungstreue, da die Therapie sehr langwierig und anstrengend ist. Die Teams leisteten diese Hilfe im Bezirk Kara Suu, die in der Provinz Osh liegt. Die Versorgung umfasste das frühe Auffinden der Erkrankten, ihre Aufnahme in das Therapieprogramm, monatliche medizinische Untersuchungen für die Patientinnen und Patienten sowie soziale und psychologische Unterstützung. Die Teams arbeiteten in drei Kliniken im Bezirk Kara Suu, stellten Medikamente sowie Laborausstattung zur Verfügung und berieten das Personal der Gesundheitsbehörden. Zuvor gehörte es zur Standardbehandlung in Kirgisistan, Tuberkulose-Patienten ausschließlich stationär zu versorgen. 
  • Im Rahmen dieser Hilfe in Kirgisistan unterstützte Ärzte ohne Grenzen die Diagnose und Behandlung von Patienten mit resistenter Tuberkulose im Krankenhaus in Kara Suu, das über eine Isolierstation verfügte. Zudem kümmerten sich die Teams um die Abfallentsorgung und die Infektionskontrolle.
  • Ärzte ohne Grenzen führte monatlich rund 20 Hausbesuche bei Patienten durch, die nicht in die Kliniken kommen konnten. Die Kranken erhielten medizinische und psychologische Hilfe
  • Im Rahmen des „Stop TB“-Projekts plant Ärzte ohne Grenzen, im Jahr 2016 zwei neue Medikamente zur Behandlung von resistenter Tuberkulose, Bedaquilin und Delamanid, einzuführen. Sie verkürzen die Behandlungsdauer und können oral eingenommen werden. 
  • Im Rahmen dieser Hilfe in Kirgisistan nahm Ärzte ohne Grenzen 2015 insgesamt 127 Patientinnen und Patienten mit resistenter Tuberkulose in das Behandlungsprogramm auf.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2005 Hilfe in Kirgisistan an.

Nachrichten aus Kirgisistan

Seiten