Die Situation in Syrien
Die Menschen in Syrien kämpfen weiter mit den Folgen eines langen und zerstörerischen Bürgerkriegs. Land, Wirtschaft und Infrastruktur sind schwer getroffen. 12,8 Millionen Menschen - knapp die Hälfte der Bevölkerung - benötigen medizinische Hilfe (WHO, Juni 2026). Trotz großer Anstrengungen bleibt die Versorgungslücke riesig: Viele Gesundheitseinrichtungen arbeiten nur eingeschränkt, u.a. wegen zerstörter Infrastruktur, fehlender Medikamente und Personalmangel.
Viele im Land Vertriebene kehren derzeit in ihre Heimatorte zurück. Hinzu kommen Menschen, die ins Ausland geflohen waren, bisher schätzungsweise 1,8 Millionen. Das erhöht den Druck auf die wenigen Hilfsangebote zusätzlich. Vor allem grundlegende Gesundheitsdienste müssen jetzt wieder aufgebaut werden.
So helfen wir
Wir unterstützen das Gesundheitsministerium in weiten Teilen des Landes, darunter auch in den Regionen Idlib, Aleppo und Damaskus. In einigen Bezirken ist der Hilfsbedarf besonders hoch, wie in Daraa und Suwaida, in denen es noch im August zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Dort fehlt es nicht nur an medizinischer Versorgung, sondern auch an sauberem Wasser und vielem mehr.
In Syrien aktiv sind wir seit 2009, die folgenden Zahlen der behandelten Patient*innen beziehen sich auf die erste Jahreshälfte 2025.
Ambulante Versorgung
Stationäre Behandlungen
Mobile Teams
Psychosoziale Unterstützung
Notfall-Behandlungen
Sexuelle und reproduktive Gesundheit
Behandlungen von Kindern
Wir fordern
- Schutz der Zivilbevölkerung: Alle Gruppierungen müssen für den Schutz der Zivilbevölkerung sorgen und alles dafür tun, um weiteres Leid und Vertreibungen zu verhindern.
- Sicherer Zugang für humanitärer Akteur*innen: Um lebensrettende Hilfe leisten zu können muss die Sicherheit und der Zugang zur betroffenen Bevölkerung gewährleistet werden.
- Aufstockung der humanitären Hilfe für Syrien: Internationale Organisationen und Geber müssen die Unterstützung für Syrien zu erhöhen, um katastrophale Folgen für die Menschen zu verhindern und das Gesundheitssystem wieder aufzubauen.
Die humanitäre Lage bleibt kritisch
So können Sie helfen
Wir bieten Ihnen vielseitige Möglichkeiten, unsere humanitäre Arbeit zu unterstützen.
Letztes Update: 27.01.2026