Unsere Hilfe in Sambia

Nach ihrer Cholera-Impfung zeigen Kinder zeigen stolz ihr Impfzertifikat. Groß angelegte Impfkampagnen wie hier in Lusaka waren einer der Schwerpunkte unserer Hilfe in Sambia 2016.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Sambia im Jahr 2016 auf die Bekämpfung von Cholera in der Hauptstadt Lusaka. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und der Weltgesundheitsorganisation führten die Teams dort die größte orale Cholera-Impfkampagne durch, die jemals während einer Epidemie stattfand.

Unsere Hilfe in Sambia im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen leistete im Jahr 2016 Cholera-Hilfe in Sambia: Obwohl es im Land immer wieder in der Regenzeit zu Cholera-Epidemien kommt, war der Ausbruch im Februar 2016 der erste seit 2011 in der Hauptstadt Lusaka. Da der letzte Ausbruch mehrere Jahre zurücklag, hatten viele Menschen kaum noch Abwehrkräfte gegen die Krankheit. Rund 1,2 Millionen Menschen leben in überfüllten, informellen Siedlungen der Hauptstadt.
     
  • Zwischen dem 9. und 25. April 2016 erhielten 423.774 Hauptstadtbewohner, die älter als ein Jahr waren, eine orale Choleraimpfung in den vier Stadtvierteln Kanyama, Bauleni, George und Chawama. Diese Viertel wiesen die höchsten Choleraraten auf oder waren in früheren Jahren besonders von Cholera betroffen. Im Rahmen dieser Hilfe in Sambia stellten die Gesundheitsbehörden für die Versorgung der Patientinnen und Patienten Cholera-Behandlungszentren bereit und verbesserten die Wasser- und Sanitärversorgung.
     
  • Normalerweise werden zwei orale Cholera-Impfdosen empfohlen. Da es weltweit allerdings nicht genügend Impfstoffe gab und der Ausbruch in Lusaka so schnell wie möglich eingedämmt werden sollte, wurde nur eine Dosis an die doppelte Anzahl von Menschen verabreicht. Dies erschien in dieser Lage am wirksamsten. Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen und dem Gesundheitsministerium sowie 1.700 Freiwillige halfen bei dieser Impfkampagne. Die Gesundheitsbehörden in Lusaka schätzten, dass es im Rahmen dieser Hilfe in Sambia zwischen Februar und Juni 2016 insgesamt 1.079 Cholera-Fälle und 20 Tote gab.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in Sambia an.