Unsere Hilfe in Sambia

Nach ihrer Cholera-Impfung zeigen Kinder stolz ihr Impfzertifikat. Groß angelegte Impfkampagnen wie hier in Lusaka gehören zu den Schwerpunkten unserer Hilfe in Sambia.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2018 nahm Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Sambia wieder auf, um auf einen Cholera-Ausbruch zu reagieren und Geflüchtete in überfüllten Lagern zu unterstützen.

Unsere Hilfe in Sambia im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die medizinische Hilfe in Sambia auf einen außergewöhnlich großen Cholera-Ausbruch im Süden der Hauptstadt Lusaka. Cholera ist ein großes Problem der öffentlichen Gesundheit in Sambia. Die Epidemien treten normalerweise während der Regenzeit in informellen Siedlungen in Lusaka auf, wo schlechte hygienische Bedingungen die Verbreitung von Cholera begünstigen. Die Teams hielten im Jahr 2018 insgesamt 6.740 ambulante medizinische Konsultationen, behandelten 490 Cholera-Patientinnen und Patienten.
  • Wir betreuten im Rahmen der Hilfe in Sambia ein Cholera-Behandlungszentrum im Chawama-Krankenhaus und erhöhten die Bettenanzahl auf 41. Zudem boten wir für das Personal Trainings zur Einhaltung der Cholera-Protokolle und zu präventiven Methoden an. Wir spendeten medizinisches und logistisches Material an das Krankenhaus sowie an umliegende Kliniken und richteten ein Monitoring- und Überweisungssystem ein, um die Ermittlung neuer Fälle zu verbessern und sicherzustellen, dass alle Patientinnen und Patienten angemessen versorgt wurden.
  • Den Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR zufolge beherbergte Sambia im Februar 2018 insgesamt 40.917 Geflüchtete, von denen die meisten aus der Demokratischen Republik Kongo kamen. Sie suchten Schutz in den überfüllten Lagern in Kenani und Mantapala. Unsere Teams eröffneten im Rahmen der Hilfe in Sambia Ernährungsprogramme und hielten ambulante medizinische Konsultationen in beiden Lagern ab. Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden impften sie mehr als 5.600 Kinder gegen Masern und verteilten Moskitonetze und Seife. Als Vorbereitung auf einen möglichen Cholera-Ausbruch errichtete Ärzte ohne Grenzen in jedem Lager ein Cholera-Behandlungszentrum mit je 30 Betten und bot medizinische und logistische Trainings zu Cholera und zur Überwachung der Ernährungslage in elf medizinischen Einrichtungen an. Im Rahmen der Hilfe in Sambia spendeten sie zudem medizinisches und logistisches Material und klärten über Gesundheitsfragen auf.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in Sambia an.