Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge

Unser Chirurg Jaeheon untersucht, wie die Verletzungen seines kleinen syrischen Patienten verheilen. Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge ist so wichtig, weil sie kaum Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die Hilfe Jordanien darauf, syrische Flüchtlinge und bedürftige Jordanier und Jordanierinnen medizinisch zu versorgen.

Unsere Hilfe in Jordanien im Einzelnen (Auszug):

  • Viele syrische Flüchtlinge haben keinen Zugang zur humanitären Hilfe in Jordanien. Nach der Grenzschließung zwischen Südsyrien und Jordanien sowie der Ankündigung einer „Deeskalationszone“ im Südwesten Syriens im Juli 2017 nahm die Anzahl der Flüchtlinge und Kriegsverletzten in Jordanien ab. Gleichwohl lebten fast 671.000 registrierte sowie eine unbekannte Anzahl nichtregistrierter syrischer Flüchtlinge im Land. Die meisten von ihnen waren auf humanitäre Hilfe in Jordanien angewiesen. Im Februar 2018 kündigte die jordanische Regierung an, dass sie die Gesundheitsversorgung für syrische Flüchtlinge nicht weiter bezuschusse, so dass es für sie noch schwieriger wurde, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Ärzte ohne Grenzen betreute drei Kliniken in der Provinz Irbid, um syrische Flüchtlinge und bedürftige Jordanierinnen und Jordanier zu behandeln, die unter chronischen Krankheiten litten. Diese Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Todesursachen in der Region. Unser Team bot medizinische und psychologische Hilfe an, Hausbesuche, psychosoziale Unterstützung, Physiotherapie und Gesundheitsförderung. Im Jahr 2018 hielten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 21.0000 ambulante medizinische Konsultationen und mehr als 4.000 psychologische Einzelgespräche ab.
  • Die Hilfe in Jordanien erstreckte sich 2018 auch auf die Grenzstadt Turra, Bezirk Sahel Houran, wo Ärzte ohne Grenzen eine Klinik unterstützte. Die Aktivitäten wurden noch im selben Jahr an die Behörden übergeben.
  • Seit 2013 umfasste die Hilfe in Jordanien auch die Geburtshilfe und eine 16-Betten-Intensivstation für Neugeborene in Irbid. Insgesamt halfen die Teams dort bei rund 16.000 Geburten. In den ersten neun Monaten bis September 2018, als wir die Aktivitäten an eine andere Organisation übergaben, hielten die Teams 11.000 Schwangerenberatungen ab, halfen bei 2.700 Entbindungen und nahmen 664 Neugeborene auf.
  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die Hilfe in Jordanien auf psychologische Unterstützung, um syrischen Kindern und ihren Eltern in der Provinz Al-Mafraq zu helfen. Die Teams hielten insgesamt 24.455 Einzelberatungen und 1.105 Gruppengespräche ab.
  • Das rekonstruktive chirurgische Krankenhaus in Amman bot eine umfassende Versorgung für durchschnittlich 200 Patientinnen und Patienten mit Kriegsverletzungen aus den Nachbarländern Irak, Syrien, Jemen und den palästinensischen Autonomiegebieten an. Diese Hilfe in Jordanien umfasste fachmedizinische Hilfe im Bereich Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie sowie Orthopädie und plastische Chirurgie. Außerdem boten die Teams physiotherapeutische und psychologische Unterstützung an und passten Prothesen an. Ärzte ohne Grenzen führte 2018 insgesamt 1.160 chirurgische Eingriffe durch.
  • Anfang 2018 schloss Ärzte ohne Grenzen das chirurgische Projekt im Krankenhaus in Al-Ramtha. Im Rahmen dieser Hilfe in Jordanien waren Tausende kriegsverletzte und traumatisierte Patienten versorgt worden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2006 Hilfe in Jordanien an.