Unsere Hilfe auf den Philippinen

Diese Mädchen leben in Tondo, Manila, in Familien mit geringem Einkommen. Sie werden im Rahmen unserer Hilfe auf den Philippinen von unserem Team in einer Klinik vor Ort gegen humane Papilloviren geimpft. Mit dieser Maßnahme wollen wir sie vor Gebärmutterhalskrebs schützen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2018 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe auf den Philippinen darauf, den Zugang der Bevölkerung zur sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung in den Slums der Hauptstadt Manila zu verbessern. Zudem unterstützten die Teams Vertriebene und Rückkehrer auf Mindanao, wo seit Jahren ein Konflikt schwelt.

Die Hilfe auf den Philippinen im Einzelnen (Auszug):

  • 2018 setzte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe auf den Philippinen zusammen mit der lokalen Organisation „Likhaan“ fort. Die Teams leisteten umfangreiche sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung in den Slums Manilas, in San Andres und Tondo. Dabei konzentrierten sie sich auf junge Frauen, da sie zu den Bedürftigsten gehören und medizinische Hilfe benötigen.
  • Im Rahmen dieser Hilfe auf den Philippinen bot Ärzte ohne Grenzen Vor- und Nachsorge für Schwangere an, behandelte sexuell übertragbare Krankheiten und führte Reihenuntersuchungen sowie Therapien gegen Gebärmutterhalskrebs durch. Obwohl Überlebende sexueller Gewalt auf den Philippinen stigmatisiert werden, kamen immer mehr Frauen in unsere Klinik, um sich behandeln zu lassen. Unsere Teams betreuten zudem mobile Kliniken, die viermal pro Woche vor allem in Tondo Behandlungen ermöglichten. Tondo ist das größte und am dichtesten besiedelte Slum der Hauptstadt. Mit dieser mobilen Hilfe auf den Philippinen konnte Ärzte ohne Grenzen Patientinnen erreichen, die es sonst nicht zu einer medizinischen Einrichtung schaffen.
  • Unsere Teams führten 12.400 Gespräche zur Familienplanung in Manila durch und untersuchten 3.630 Frauen im Verlauf des Jahres auf Gebärmutterhalskrebs.
  • Im Jahr 2018 arbeitete Ärzte ohne Grenzen auch in der Stadt Marawi, in der Autonomen Region Muslimisches Mindanao. Diese Region weist die schlechtesten Gesundheitsindikatoren der Philippinen auf. Nach einem fünfmonatigen Kampf um die Kontrolle der Stadt im Jahr 2017 waren mehr als 70 Prozent der Gesundheitseinrichtungen zerstört. Dies ließ rund 200.000 Vertriebene und Rückkehrer ohne basismedizinische Versorgung zurück. Im Rahmen der Hilfe auf den Philippinen führten unsere Teams daher eine Masernimpfkampagne durch, kümmerten sich um Wasser- und Sanitärbedarfe, bauten Latrinen und Wasserverteilstationen. Ab Oktober erweiterten sie die Hilfe auf den Philippinen durch die Unterstützung der ambulanten Abteilung und der Notaufnahme in einer der wenigen verbliebenen Kliniken in Marawi.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe auf den Philippinen an.