Unsere Hilfe auf den Philippinen

Unsere Hilfe auf den Philippinen konzentrierte sich 2016 auf sexuelle Gesundheitsversorgung und die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2016 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe auf den Philippinen darauf, den Zugang der Bevölkerung zur sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Die Hilfe auf den Philippinen im Einzelnen (Auszug):

  • Im Vorfeld dieser Hilfe auf den Philippinen führte Ärzte ohne Grenzen bereits 2015 eine Untersuchung durch, die den Bedarf für eine bessere sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung im dicht besiedelten und verarmten Stadtviertel Tondo in der Hauptstadt Manila bestätigte. 2016 startete Ärzte ohne Grenzen daher ein Programm in Kooperation mit der nationalen Organisation Likhaan. Die Teams unterstützten die Familienplanungsaktivitäten der lokalen Klinik und hielten monatlich rund 1.000 Konsultationen ab. Zudem verbesserten sie das Screening, die Diagnose und Behandlung für sexuell übertragbare Infektionen. Im Rahmen dieser Hilfe auf den Philippinen starteten die Teams im Oktober 2016 in der lokalen Klinik zudem ein Screening für Gebärmutterhalskrebs und boten dort Kryotherapie (Kälteanwendung bei erkranktem Gewebe) an. Im November wurden 89 Patientinnen untersucht, von denen sechs positiv getestet wurden. Von diesen sechs Frauen wurden fünf kryotherapeutisch behandelt, eine Patientin wurde weiterverwiesen.
    Als präventive Maßnahme sollte 2016 eigentlich eine Impfkampagne gegen Humane Papillomviren (HPV) für 24.000 Mädchen zwischen neun und 13 Jahren starten. Diese Viren sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Da es zu einer Verzögerung beim Import des Impfstoffs kam, musste die erste Impfrunde im Rahmen der Hilfe auf den Philippinen auf Februar 2017 verschoben werden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe auf den  Philippinen an.