Unsere Hilfe in Belarus (Weißrussland)

Dimitri saß 25 Jahre lang im Orsha-Gefängnis, wo er mit TB diagnostiziert wurde. Er ist einer von vielen TB-Patient*innen in Belarus, die wir in verschiedenen Programmen behandeln.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Belarus gehört der Weltgesundheitsorganisation (Global Tuberculosis Report, 2019) zufolge zu den Ländern, die aufgrund der vielen Erkrankungen an multiresistenter Tuberkulose sehr belastet sind. Wir unterstützten 2019 vier öffentliche Einrichtungen für Tuberkulose (TB) in der Hauptstadt und in der Region Minsk. Zudem besuchten unsere Teams regelmäßig die Haftanstalt in Orsha, um die Insassen gegen resistente Tuberkuloseformen und Begleitinfektionen zu behandeln. So erhielten die Patient*innen auch schnell wirksame antiretrovirale Medikamente gegen Hepatitis C.

Ein Team fokussierte sich darauf, die Therapietreue von Patient*innen, die von Alkohol oder einer anderen Substanz abhängig waren und an einer resistenten Tuberkuloseform litten, zu erhöhen.

In Minsk betreuten wir eine Studie, genannt TB-PRACTECAL. Sie erforscht kurze Behandlungszeiten und andere innovative Schemata, an denen sich die Medikamenteneinnahme orientiert, gegen multiresistente Tuberkulose.

Ebenfalls in Minsk lief die „Stop-TB“- Beobachtungsstudie. 2019 wurden zahlreiche Patient*innen in diese Studie aufgenommen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2015 Hilfe in Belarus (Weißrussland) an.