Unsere Hilfe in Mali

Die Behandlung mangelernährter Kinder ist ein wichtiger Teil unserer Hilfe im Mali-Konflikt. Im Bild zu sehen: Ein Arzt misst den Oberarmumfang eines Kindes, um den Grad seiner Mangelernährung festzustellen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe in Mali landesweit fort, um die Gesundheitsversorgung in Städten und ländlichen Regionen zu verbessern.

Unsere Hilfe in Mali im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in Mali war 2018 dringend erforderlich, da die anhaltende Unsicherheit im Norden und Zentrum des Landes die medizinische Versorgung verschlechterte. Insgesamt hielten die Teams 261.200 ambulante Konsultationen ab, behandelten 116.100 Malaria-Patientinnen und Patienten, impften 19.600 Kinder und reagierten auf behandelten 4.240 mangelernährte Kinder in Ernährungszentren.
  • Unsere Hilfe in Mali umfasste in der Region Mopti die Unterstützung von zwei Krankenhäusern in Douentza und Ténenkou. In der Region Mopti kam es 2018 immer wieder zu gewaltsamen Konflikten, so dass viele Hilfsorganisationen ihre Arbeit einstellten. Ärzte ohne Grenzen weitete im August die Aktivitäten auf drei Gesundheitszentren in entlegenen Gebieten des Bezirks Douentza aus. Zudem entsandten wir lokale Malaria-Gesundheitshelfer in schwer erreichbare Gemeinden des Bezirks Ténenkou, um unsere mobilen Kliniken während des Malaria-Höhepunktes von Juli bis Dezember zu unterstützen.
  • In der Stadt Ansongo, Region Gao, unterstützte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Mali das lokale Krankenhaus in der Notaufnahme und in der Chirurgie. Zudem betreuten wir die Mutter-Kind-Versorgung und die Säuglingsstation. Unsere Teams leisteten medizinische und psychologische Hilfe für Überlebende von (sexueller) Gewalt. Bei Bedarf organisierten sie auch die Überweisung von Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus nach Gao und versorgten Schwangere und Kinder unter fünf Jahren in einer Klinik der Stadt. Unsere medizinische Hilfe in Mali umfasste auch die Gesundheitsversorgung für nomadische Gemeinden im Bezirk. Dabei konzentrierten wir uns darauf, die häufigsten Krankheiten von Schwangeren und Kindern zu diagnostizieren und zu behandeln. Als im April 700 subsaharische Migranten aus Algerien ausgewiesen wurden und auf ihrem Weg Gao durchquerten, verteilten wir 500 Hygienekits und boten psychologische Hilfe für 260 Personen an.
  • Im südlichen Bezirk Koutiala konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Mali auf Ernährungsmaßnahmen und pädiatrische Angebote im Krankenhaus der Stadt Koutiala. Zudem wurde der Bau einer neuen pädiatrischen Klinik mit 185 Betten 2018 fertiggestellt. Unsere Teams betreuten präventive Aktivitäten und behandelten Patienten während des saisonalen Malariahöhepunktes. 2018 hielten sie allein in Koutiala mehr als 160.000 ambulante Konsultationen ab.
  • Im Oktober startete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Mali die Diagnose und Behandlung von Gebärmutterhals- und Brustkrebs im Universitätskrankenhaus von Point G., Region Bamako.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Mali an