Unsere Hilfe in Niger

Im Gesundheitszentrum in Chetimari, Region Diffa, wird ein Kind auf Mangelernährung untersucht. Mangelernährung und Malaria sind Schwerpunkte unserer Hilfe in Niger.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2018 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Niger darauf, die pädiatrische Versorgung zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu verringern. Zudem reagierten wir auf Epidemien und unterstützten Vertriebene und Migranten.

Die Hilfe in Niger im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in Niger umfasste diverse Aktivitäten, um Epidemien zu bekämpfen: So impften wir fast 262.000 Personen in den Regionen Tahoua und Agadez gegen Meningitis und Masern. Zudem behandelten wir 2.500 Cholera-Patientinnen und Patienten in den Regionen Maradi und Tahoua, impften etwa 167.000 Menschen in Hochrisikoregionen mit einem präventiven oralen Cholera-Impfstoff und behandelten 173.200 Personen gegen Malaria.
  • Darüber hinaus nahmen wir 42.300 Kinder in Ernährungszentren auf, halfen bei 10.500 Geburten und nahmen 86.300 Personen stationär auf, darunter 59.500 Kinder unter fünf Jahren.
  • In der Region Diffa lebten nach wie vor rund 250.000 Geflüchtete und Vertriebene. In der Stadt Diffa unterstützten wir im Rahmen der Hilfe in Niger die wichtigste Mutter-Kind-Klinik, betreuten Bezirkskrankenhäuser in Nguigmi, Chetimari und Mainé-Soroa sowie mehrere Kliniken und Gesundheitsposten in der Region. Im Bezirk Mainé-Soroa leistete Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfe für die Bevölkerungsgruppen, die sich im Grenzgebiet zwischen Niger und Nigeria hin und her bewegten. Zudem betreuten wir ein psychologisches Programm, um vor allem traumatisierte Kinder zu unterstützen. Im Jahr 2018 hielten die Teams mehr als 13.000 Einzelgespräche ab, 30 Prozent davon mit Kindern unter 14 Jahren.
  • In der Region Zinder konzentrierten sich die Teams im Rahmen der Hilfe in Niger auf die Behandlung von akut schwer mangelernährten Kindern und üblichen Kinderkrankheiten. Wir unterstützten die Pädiatrie des Bezirkskrankenhauses in Magaria, elf Kliniken und 14 Gesundheitsposten in der Region. Rund 22.000 Kinder unter fünf Jahren wurden in Magaria stationär versorgt. Zudem hielten die Teams 127.500 ambulante Konsultationen ab und behandelten 20.900 mangelernährte Kinder ambulant. Wir unterstützten die Behörden mit 18.000 Malaria-Schnelltests und der Behandlung von 12.200 Kindern, die positiv getestet wurden.
  • Im Rahmen der Hilfe in Niger setzte Ärzte ohne Grenzen das pädiatrische Programm im Bezirk Madarounfa, Region Maradi, fort. Kinder unter fünf Jahren, die unter schwerer Mangelernährung, Malaria und anderen Krankheiten litten, wurden hier stationär versorgt.
  • Im Bezirkskrankenhaus in Madaoua, Region Tahoua, betreuten die Teams ein stationäres Ernährungszentrum sowie die Kinder- und Säuglingsstation. Ab Mai 2018 unterstützten sie ein ambulantes Ernährungsprogramm und pädiatrische Aufgaben in Kliniken in Madaoua und Sabon-Guida. Gleichzeitig liefen in beiden Städten diverse Aktivitäten für Schwangere und Mütter.
  • Niger ist ein wichtiges Transitland für Migranten, Asylsuchende und Geflüchtete. Im Jahr 2018 unterstützte Ärzte ohne Grenzen sie mit medizinischer Hilfe in der Hauptstadt Niamey und in der Region Agadez. Allein in Niamey hielten wir im Rahmen dieser Hilfe in Niger mehr als 5.000 ambulante Konsultationen ab.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Niger an.