Unsere Hilfe in Guinea (Republik)

Unsere Mitarbeiterin markiert den Finger eines Kindes mit einem Farbfleck. Die Markierung zeigt an, dass das Kind gegen Masern geimpft worden ist. Dadurch soll vermieden werden, dass es bei einer großen Impfkampagne auf der Insel Kassa zu Verwirrung kommt. 2017 impften wir im Rahmen unserer Hilfe in Guinea landesweit mehr als 650.000 Kinder.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2017 die Hilfe in Guinea darauf, den Zugang zu medizinischen Einrichtungen zu verbessern und innovative Versorgungsmodelle zu entwickeln. Das ohnehin fragile Gesundheitssystem des Landes wurde durch die Ebola-Epidemie in den Jahren 2014-2016 zusätzlich sehr geschwächt.

Unsere Hilfe in Guinea im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Guinea umfasste 2017 die Unterstützung von fast 11.000 Menschen, die mit HIV lebten. Das Projekt lief in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Gesundheitsbehörden und bot HIV-Tests, Behandlung und Nachsorge sowie Gesundheitsaufklärung in sechs Kliniken der Hauptstadt Conakry an. Ärzte ohne Grenzen setzte auch die Unterstützung der 31-Betten-Station im Krankenhaus in Donka fort, in dem AIDS-Patientinnen und Patienten eine fachmedizinische stationäre Versorgung erhielten.
  • Im Jahr 2017 erweiterte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Guinea durch neue Aktivitäten in Kouroussa, im Nordosten des Landes. Malaria ist dort weit verbreitet und die häufigste Todesursache. Das Projekt zielt darauf ab, gemeindeorientierte und an ländliche Regionen angepasste Modelle zu entwickeln, die vor allem die Versorgung von Kindern unter fünf Jahren ermöglichen. Die Teams unterstützten das Bezirkskrankenhaus sowie fünf Kliniken. Zudem verbesserten sie den Zugang zur Gesundheitsversorgung durch Trainings: Die Gesundheitsfachkräfte der Gemeinden wurden darin geschult, wie sie einfache Krankheitsformen diagnostizieren und behandeln können, wie zum Beispiel Malaria, Durchfallerkrankungen und Mangelernährung. Außerdem lernten sie im Rahmen dieser Hilfe in Guinea, die Krankheitsfälle zu erkennen, die ins Krankenhaus überwiesen werden mussten.
  • Ärzte ohne Grenzen war zugleich jederzeit abrufbereit für den Fall, dass Epidemien ausbrechen oder Naturkatastrophen sich ereignen würden. So reagierte das Team im März 2017 gemeinsam mit den Behörden auf den Ausbruch einer Masern-Epidemie in fünf Kommunen von Conakry. Diese Hilfe in Guinea umfasste die Impfung von mehr als 650.000 Kindern im Alter von sechs Monaten bis zehn Jahren.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Guinea an.