Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste

Schwangere Frauen warten auf ihre Untersuchung im Krankenhaus in Katiola. Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste konzentriert sich auf diese Region, in der weiterhin viele Frauen bei der Geburt sterben.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2017 die Hilfe in der Elfenbeinküste fort, um in der Region Hambol die Gesundheit von Müttern und Kindern zu fördern.

Die Hilfe in der Elfenbeinküste im Einzelnen (Auszug):

  • Medizinische Hilfe in der Elfenbeinküste blieb für Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2017 eine wichtige Aufgabe. Denn die politischen und militärischen Krisen der Jahre 2002 bis 2010 wirkten sich sehr nachteilig auf die Gesundheitsversorgung im Land aus: Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gehört das ivorische Gesundheitssystem zu den schwächsten in Afrika: Ein Arzt und fünf Hebammen sind für 10.000 Einwohner zuständig. Aufgrund der sehr hohen Müttersterblichkeitsrate legten die Gesundheitsbehörden hier einen wichtigen Schwerpunkt: Alle Schwangeren sollten kostenlos medizinisch versorgt werden. Doch Budgetengpässe, fehlender Medikamentennachschub und ein Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal behinderten unter anderen den Zugang von Frauen und kleinen Kindern zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung.
  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2017 die Hilfe in der Elfenbeinküste auf die Region Hambol: Laut einer Studie (2015) des Forschungsinstituts Epicentre, das Ärzte ohne Grenzen angeschlossen ist, lag die Sterblichkeitsrate bei 661 Frauen von rund 10.000 Geburten. Das Mutter-Kind-Projekt lief in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden.
  • Die Teams verbesserten zudem die geburtshilfliche und neonatale Notfall-Versorgung in der ländlichen Region, indem sie das Referenzkrankenhaus in Katiola sowie 27 basismedizinische Gesundheitszentren unterstützten. Im Rahmen der Hilfe in der Elfenbeinküste renovierten sie im Jahr 2017 auch Teile des Krankenhauses in Dabakala, beispielsweise den Operationssaal, um Schwangere mit Kaiserschnitten besser versorgen zu können. Ärzte ohne Grenzen belieferte alle Kliniken mit medizinischem Material, stellte Personal zur Verfügung und betreute ein wirksames Überweisungssystem für komplizierte Geburten. Außerdem organisierten die Teams ein umfassendes Trainings-, Coaching- und Kontrollprogramm für das öffentliche Gesundheitspersonal. Im Jahr 2017 unterstützten die Teams monatlich durchschnittlich 415 Geburten in Einrichtungen, die von Ärzte ohne Grenzen betreut wurden. Diese Hilfe in der Elfenbeinküste umfasste zudem die stationäre Aufnahme von 64 Neugeborenen und die Ausführung von mehr als 40 Kaiserschnitten im Krankenhaus in Katiola.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in der Elfenbeinküste an.