Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste

Im Rahmen der Hilfe in der Elfenbeinküste startete Ärzte ohne Grenzen 2014 ein Mutter-Kind-Programm im Krankenhaus in Katiola. Dort übernahmen wir die Geburtsnothilfe und komplizierte Entbindungen. Zum Programm gehört auch die Fortbildung von Hebammen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2016 die Hilfe in der Elfenbeinküste fort, um in der Region Hambol die Gesundheit von Müttern und Kindern zu fördern.

Die Hilfe in der Elfenbeinküste im Einzelnen (Auszug):

  • Medizinische Hilfe in der Elfenbeinküste bleibt für Ärzte ohne Grenzen eine wichtige Aufgabe. Denn die politischen und militärischen Krisen in den Jahren 2002 bis 2010 haben sich sehr nachteilig auf die Gesundheitsversorgung im Land ausgewirkt: Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gehört das ivorische Gesundheitssystem zu den schwächsten in Afrika. Ein Arzt und fünf Hebammen sind für 10.000 Einwohner zuständig. Da die Müttersterblichkeitsrate sehr hoch ist, legen die Gesundheitsbehörden hier einen wichtigen Schwerpunkt: Alle Schwangeren sollten kostenlos medizinisch versorgt werden. Doch Budgetengpässe und fehlender Medikamentennachschub behindern unter anderen den Zugang von Frauen und kleinen Kindern zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung.
  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2016 die Hilfe in der Elfenbeinküste auf die Region Hambol: Laut einer Studie (2015) des Forschungsinstituts Epicentre, das Ärzte ohne Grenzen angeschlossen ist, sterben hier bei rund 10.000 Geburten 661 Frauen. Das Mutter-Kind-Projekt läuft in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden, um die geburtshilfliche und neonatale Notfall-Versorgung in der ärmlichen Region zu verbessern. Die Teams unterstützten das Referenzkrankenhaus in Katiola sowie drei basismedizinische Gesundheitszentren in der Umgebung mit zusätzlichem Personal und medizinischen Lieferungen. Außerdem richteten sie ein effizientes Überweisungssystem für komplizierte Entbindungen und ein umfassendes Trainings-, Coaching- und Supervisionsprogramm für das öffentliche Gesundheitspersonal ein. Im Jahr 2016 unterstützten die Teams monatlich 350 Geburten in Einrichtungen, die von Ärzte ohne Grenzen betreut wurden. Im Rahmen dieser Hilfe in der Elfenbeinküste versorgten sie zudem 50 Neugeborene stationär und nahmen 50 Kaiserschnitte im Krankenhaus in Katiola vor.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in der Elfenbeinküste an.