Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium konzentrierte Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2015 die Hilfe in der Elfenbeinküste darauf, die Gesundheit von Müttern und Kindern zu verbessern, da die Müttersterblichkeitsrate im Land in den vergangenen Jahren gestiegen war.

Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste im Einzelnen (Auszug):

  • In der Region Hambol entbinden rund 50 Prozent der Frauen zuhause. Im März 2015 ergab eine Studie des Forschungsinstituts Epicentre, das an Ärzte ohne Grenzen angeschlossen ist, dass die Müttersterblichkeit enorm hoch ist: Sie lag bei 660 pro 100.000 Müttern im Vergleich zu 543 pro 100.000 Müttern im Jahr 2005. 
    Katiola ist die wichtigste Stadt der Region. In Kooperation mit dem Gesundheitsministerium betrieb Ärzte ohne Grenzen dort im Rahmen der Hilfe in der Elfenbeinküste ein Programm im Regionalen Krankenhauszentrum (CHR) und stellte Ressourcen sowie technische Unterstützung zur Verfügung. Dies ermöglichte dem Krankenhauszentrum, bei komplizierten Fällen eine qualitativ hochwertige Geburtsnothilfe für Schwangere und Neugeborene zu betreiben. Die Teams betrieben zwei Operationssäle sowie eine 20 Betten-Station. Zudem stellten sie drei Intensivpflegebetten und zehn Betten für Neugeborene zur Verfügung. 
  • Das Krankenhaus diente im Jahr 2015 als Referenzhospital für 98.000 Frauen im gebärfähigen Alter, 14.800 Schwangere und 14.000 Neugeborene.  Die Teams begleiteten 755 geburtshilfliche Notfälle, Hochrisikoschwangerschaften sowie komplizierte Geburten. Außerdem übernahmen sie 600 gynäkologische Notfälle und halfen bei 2.600 Geburten, von denen 374 Kaiserschnitte waren.
  • Ab Mai 2015 weitete Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in der Elfenbeinküste aus: Die Teams unterstützten und verbesserten die Geburtsnothilfe und Versorgung der Neugeborenen in der umliegenden Region, indem sie Gebäude renovierten, medizinische Ausstattung lieferten und das Personal trainierten. Mit dieser Hilfe in der Elfenbeinküste sollte für Frauen und Kinder ein leichterer Zugang zu guter medizinischer Hilfe sichergestellt werden. Außerdem verbesserten die Teams das Management normaler Geburten und die Überweisung von Patientinnen nach Katiola. In der zweiten Jahreshälfte behandelten die Teams in zwei entlegenen Kliniken 106 Frauen, die geburtshilfliche Notfälle oder Hochrisikoschwangerschaften waren oder eine komplizierte Geburt erwarteten. Im Rahmen dieser Hilfe in der Elfenbeinküste betreuten sie zudem 28 gynäkologische Notfälle, halfen bei mehr als 400 Geburten und überwiesen rund 50 Patientinnen an die Mütterstation nach Katiola.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in der Elfenbeinküste  an.