Spanien: Unser Einsatz gegen das Coronavirus

Spanien: In der Madrider Vorstadt Leganés haben wir die Einrichtung einer Turnhalle als zusätzliche Klinik für COVID-19 Patient*innen unterstützt.

Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten gegen das Coronavirus im Allgemeinen und zu anderen Einsatzländern finden Sie hier.

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Im von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffenen Spanien haben wir in Madrid in der Vorstadt Leganés in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Krankenhaus Ochoa auf einer Station eine Gesundheitseinrichtung errichtet. Außerdem richten wir in der Stadt in Zusammenarbeit mit der Universität von Alcalá und dem Krankenhaus Príncipe de Asturias eine Gesundheitseinrichtung auf einem Pavillon der Universität ein. Die Betten-Kapazität in beiden Einrichtungen liegt bei mehr als 200. In Barcelona leisten wir strategische Unterstützung bei der Entwicklung externer Gesundheitseinrichtungen, die in Pavillons von Krankenhäusern eingerichtet werden. Patient*innen, die von COVID-19 betroffen sind, werden dort versorgt werden. Außerdem bieten wir, besipielsweise im Baskenland, psychologische Hilfe für das Gesundheitspersonal an.

In Spanien versuchen wir der Bevölkerung, die vom Coronavirus betroffen ist, mit unserer Erfahrung im Management von Epidemien zu helfen: „Wir haben drei Ziele: die Koordinationsplattformen, die auf diese Epidemie reagieren, mit unserer Erfahrung bei der Bewältigung ähnlicher Gesundheitskrisen zu unterstützen; Krankenhäuser und Gesundheitszentren zu entlasten, damit sie sich auf die Betreuung der Schwerstkranken konzentrieren können, und den Schutz unserer älteren Menschen zu stärken, die zu den am stärksten gefährdeten Gruppen in dieser Epidemie gehören”, sagt David Noguera, Präsident der spanischen Sektion von Ärzte ohne Grenzen.

Wir beraten Gesundheitsbehörden, wie etwa das Gesundheitsministerium und die Gesundheitsabteilungen bei der Entwicklung von temporären Stationen zur Erweiterung von Krankenhauskapazitäten. Außerdem werden wir dazu beitragen, Standorte für deren Aufstellung in Madrid, Katalonien und Vitoria ausfindig zu machen.

COVID-19 in Spanien: Unsere Hilfe in Madrid

Die beiden Gesundheitseinrichtungen in Madrid, die die Krankenhäuser Severo Ochoa in Leganés und Príncipe de Asturias in Alcalá de Henares unterstützen, verfügen über eine Kapazität von mehr als 200 Betten. Paula Farias, unsere Koordinatorin in Madrid, sagt, das Ziel dieser Unterstützungsabteilungen sei es, „die Notfalldienste zu entlasten, damit sie die am stärksten von COVID-19 betroffenen Patient*innen behandeln können, während sich diese Abteilungen um Menschen mit weniger schweren Symptomen kümmern können". Das medizinische Personal beider Einheiten wird von den Krankenhäusern bereitgestellt. Es wird die Einrichtungen mit Unterstützung der Gemeinden, des Gesundheitsministeriums und der lokalen Gemeinschaft verwalten. Sobald die Versorgungseinheiten für Patient*innen funktionsfähig sind, werden wir logistische Unterstützung und jeweils ein Überwachungsteam für sie bereitstellen.

„Wir werden in beiden Einheiten eine verantwortliche medizinische Person haben, die das medizinische Personal schulen wird. Das betrifft Themen wie das Management für diese Einrichtungen während einer Gesundheitskrise und alles, was mit der Verwendung von Schutzkleidung zu tun hat", erklärt Farias. „Sobald die Unterstützungseinheit voll betriebsfähig ist, wird die Koordination vollständig in den Händen der Gesundheitszentren liegen.“

Coronavirus in Spanien: Unsere Hilfe in Barcelona und im Baskenland

In Katalonien unterstützen und beraten wir die Gesundheitsbehörden auf regionaler und lokaler Ebene, darunter den katalanische Gesundheitsdienst Cat Salut und die Stadtverwaltung von Barcelona.
In Barcelona berät und unterstützen wir das Gesundheitskonsortium bei der Erweiterung der Krankenhäuser der Stadt, zu denen das Hospital del Mar und das Vall d'Hebron gehören. Die Organisation leistet strategische Unterstützung bei der Entwicklung externer Gesundheitseinheiten, die in Pavillons von Krankenhäusern eingerichtet werden. Patient*innen, die von COVID-19 betroffen sind, werden dort versorgt werden, wodurch die Notfall- und Intensivstationen der Kliniken entlastet werden.

Zudem beraten wir die Vorstände von Pflegeheimen beim Notfallmanagement, sowie bei der Umsetzung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen, um dort die Übertragung des Coronavirus zu reduzieren. „Unsere Idee ist es, ein Hilfsmodell, Werkzeuge und Protokolle zu entwickeln, die allen Einrichtungen im Bundesstaat zur Verfügung stehen und auf einem Web-Portal vorliegen” sagt David Noguera. Neben der vielerorts stattfindenden administrativen und logistisch-strategischen Unterstützung von Krankenhäusern, bieten wir etwa im Baskenland, auch psychologische Hilfe für das Gesundheitspersonal an.