Unsere Hilfe in der Republik Kongo

Unsere Aktivitäten im Rückblick:

Zurzeit ist Ärzte ohne Grenzen in der Republik Kongo nicht aktiv. Einen Überblick unserer früheren Aktivitäten finden Sie hier.

  • Im Jahr 2009 begann Ärzte ohne Grenzen ein Nothilfeprogramm, um den medizinischen Bedarf der Flüchtlinge und der lokalen Bevölkerung im Bezirk Bétou, Provinz Likouala, zu decken. Dafür unterstützten sie das Krankenhaus in Bétou und Gesundheitszentren in der Region. Monatlich wurden rund 450 Patienten ins Krankenhaus aufgenommen. Zwischen November 2012 und Mai 2013 wurden allein 9.800 Malaria-Patienten behandelt.
  • Da viele Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Tetanus, Polio und Masern leiden, führten 13 Teams zwischen Dezember 2012 und Mai 2013 im ganzen Bezirk eine Impfkampagne durch, indem sie von Tür zu Tür gingen und 97.500 Kinder impften. Da sich die Sicherheitslage in der Demokratischen Republik Kongo verbesserte und die Flüchtlinge zurückgeschickt wurden, schloss Ärzte ohne Grenzen im Juni 2013 das Projekt in Bétou. Das Team hatte zuvor auch mit den Gesundheitsbehörden kooperiert, um das Nationale Kontrollprogramm gegen Tuberkulose, HIV, Lepra und Frambösie zu verbessern.
  • Frambösie ist eine ansteckende, aber behandelbare bakterielle Infektion, die Hautverletzungen verursacht und zu Entstellungen und Behinderungen führen kann. Im Regenwald der nördlichen Republik Kongo und im Bezirk Bétou ist Frambösie endemisch. Ärzte ohne Grenzen führte im April und Mai eine zweite Behandlungsrunde durch. Dabei zielten die Mitarbeiter auf die Aka Pygmäen in entlegenen Gebieten, die bei der ersten Runde nicht behandelt worden waren.
  • Die Cholera-Nothilfe, die im November 2012 in Pointe-Noire begonnen hatte, wurde im Mai 2013 beendet. Ärzte ohne Grenzen hatte ein Cholera-Behandlungszentrum im Krankenhaus in Loandjili sowie fünf Rehydratation-Zentren eröffnet, medizinisches Personal trainiert und die Behörden bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen unterstützt.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in der Republik Kongo an.