Unsere Hilfe in Kambodscha

Menschen im Wartezimmer unseres Hepatitis-C-Projekts im Preah Kossamak-Krankenhaus in Phnom Penh.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte die Hilfe in Kambodscha im Jahr 2018 darauf, wirksamere Diagnose- und Behandlungsstrategien für Hepatitis C und Malaria zu entwickeln.

Unsere Hilfe in Kambodscha im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe in Kambodscha fort, die 2016 im Rahmen eines Hepatitis-C-Programms begonnen hatte: Die Behandlung dieser als lebenslang und tödlich geltenden Krankheit kann mittlerweile mit neuen, leichter einzunehmenden und besser verträglichen Medikamenten geheilt werden. Die sofortwirksamen antiviralen Arzneimittel sind allerdings teurer. Hepatitis C ist in Kambodscha endemisch, doch der Zugang zu Diagnose und Behandlung ist praktisch nicht vorhanden. Unser Hepatitis-C-Projekt lief im Preah Kossamak-Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh. Ziel dieser Hilfe in Kambodscha ist es, die Diagnose und Behandlung zu vereinfachen, die Kosteneffektivität zu beweisen und die Behandlung in anderen Ländern zu kopieren. Im Jahr 2018 wurde die Zeit zwischen dem Screening und dem Beginn der Behandlung von 140 auf 9 Tage verringert. Dies war dank eines vereinfachten Diagnoseprozesses möglich. Die Verwendung der sofortwirksamen antiviralen Medikamente verringerte zudem die Anzahl der Behandlungstermine für die Patientinnen und Patienten von 16 auf 5. Bei nur einem dieser Termine war ein Arzt nötig. Im März 2018 erweiterten wir diese vereinfachte Art der Hilfe in Kambodscha auf ein ländliches Gebiet. Im Bezirk Mong Russey fanden die Screenings in Kliniken statt, die von Pflegekräften geleitet wurden. Die aktive Suche nach Patientinnen und Patienten lief ab Oktober in mehreren Dörfern des Bezirks an. Unser Team testete mehr als 12.700 Personen in den letzten drei Monaten des Jahres.
  • In den beiden Gebieten Preah Vihear und Stun Treng wurden Multiresistenzen gegen den Malaria-Wirkstoff nachgewiesen. Im Rahmen der Hilfe in Kambodscha testete Ärzte ohne Grenzen dort bereits seit 2015 Strategien, um Malaria auszumerzen. Im Jahr 2018 führten wir dort erstmals einen neuen und hochsensiblen Diagnoseschnelltest durch. Zudem erhöhten wir die Anzahl der Bezirke, in denen unsere Teams arbeiteten. Unsere Art der Hilfe in Kambodscha wurde von den Gesundheitsbehörden kopiert.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1979 Hilfe in Kambodscha an.