Unsere Hilfe in Guinea-Bissau

Unsere Ärztin behandelt ein Kleinkind in der pädiatrischen Abteilung des regionalen Krankenhauses von Bafata. Die medizinische Versorgung von Kindern steht bei unserer Hilfe im Guinea-Bissau im Mittelpunkt.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Guinea-Bissau fort, da das Land zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern weltweit gehört. Die Gesundheitsversorgung wird durch den Mangel an medizinischen Einrichtungen, Ressourcen und Fachkräften stark eingeschränkt. 

Die Hilfe in Guinea-Bissau im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die medizinische Hilfe in Guinea-Bissau im Jahr 2018 auf die Verringerung der Kindersterblichkeit. Die Teams betreuten ein Projekt im Kinderkrankenhaus „Simao Mendes National Hospital“ in der Hauptstadt Bissau. Patientinnen und Patienten können dort ambulant, stationär und fachmedizinisch behandelt werden. Unsere Teams versorgten die pädiatrischen Notfälle, die stationären Fälle von Mangelernährung und betreuten die pädiatrische sowie neonatale Intensiv-Versorgung.
  • Atemwegsinfektionen, Malaria, Durchfallerkrankungen und Meningitis waren die wichtigsten Kinderkrankheiten in Guinea-Bissau. Bei Neugeborenen gehörten Erstickung und Blutvergiftung zu den Haupttodesursachen. Unsere Teams haben daher im Rahmen der Hilfe in Guinea-Bissau die Ersteinschätzung in der pädiatrischen Notaufnahme verbessert, um die Kinder schneller und wirksamer behandeln zu können. Sie arbeiteten dabei eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen, um sicherzustellen, dass die richtigen Behandlungsprotokolle angewendet wurden, um die Kindersterblichkeit zu verringern. Mittlerweile konzentrieren sie sich stärker darauf, technischere oder komplexere Behandlungsformen einzuführen, die besser ausgebildetes Personal und eine spezielle Ausstattung erfordern, um die schwierigeren und lebensgefährdeten Fälle zu behandeln.
  • Im April 2018 beendeten wir unsere Hilfe in Guinea-Bissau in der zentralen Region Batafá.
  • Seit 2014 hatten wir hier die lokalen Behörden erfolgreich unterstützt, indem wir pädiatrische Angebote und Ernährungsprogramme für Kinder unter fünf Jahren im Regionalkrankenhaus anboten. Zudem betreuten unsere Teams Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten und schulten Gemeindegesundheitshelfer in der Diagnose und Behandlung von Malaria, Durchfallerkrankungen und akuten Atemwegsinfektionen. Ärzte ohne Grenzen stellte im Rahmen dieser Hilfe in Guinea-Bissau auch sicher, dass erkrankte Personen bei Bedarf ins Krankenhaus überwiesen wurden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1998 Hilfe Guinea-Bissau an.