Unsere Hilfe in Guinea-Bissau

Guinea-Bissau hat eine sehr hohe Säuglingssterblichkeitsrate. In der Hauptstadt Bissau betreiben wir daher eine Pädiatrie-Station (Archivbild), die wir 2019 mit modernerer Technik ausstatteten.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 14.200 Notaufnahmen
  • 2.370 stationäre Aufnahmen
  • 1.330 Malariabehandlungen

Wir konzentrierten unsere Arbeit 2019 auf die pädiatrische Versorgung. Zu den häufigsten Kinderkrankheiten im Land gehörten Atemwegsinfektionen, Malaria, Durchfallerkrankungen und Meningitis. Die Haupttodesursache bei Säuglingen war Ersticken oder Blutvergiftung. Unser Team betreute die pädiatrische Notaufnahme sowie die pädiatrischen und neonatalen Intensivstationen im Krankenhaus Simão Mendes in der Hauptstadt Bissau. Auf der Kinderheilstation errichteten wir ein neues System zur Ersteinschätzung medizinischer Behandlungsdringlichkeit, um eine schnellere und wirksamere Behandlung zu garantieren. Zudem kooperierten wir eng mit den Gesundheitsbehörden, um sicherzustellen, dass die richtigen Behandlungsprotokolle und -abläufe zur Verringerung der Kindersterblichkeit eingehalten wurden.

Für die Versorgung von Säuglingen führten wir neue Technologien und Protokolle ein, die normalerweise in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht verfügbar sind. So führten wir CPAP-Geräte ein, die die Atmung unterstützen, Inkubatoren, Schnelltests zur Diagnose einer Blutvergiftung oder Protokolle zur Infektionskontrolle und -prävention.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1998 Hilfe Guinea-Bissau an.