Unsere Hilfe in Georgien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2015 die Hilfe in Georgien auf die Behandlung von Tuberkulose (TB). Durchschnittlich 500 Patientinnen und Patienten, die unter multiresistenter TB leiden, werden jährlich in das Behandlungsprogramm aufgenommen. Etwa zehn Prozent von ihnen sind an extensiv resistenter Tuberkulose erkrankt.

Unsere Hilfe in Georgien im Einzelnen (Auszug):

  • Die TB-Hilfe in Georgien ist sehr wichtig, da das Land weltweit zu den Ländern mit der höchsten Rate an multiresistenter Tuberkulose zählt. Als Teil der „Stop TB“-Partnerschaft mit UNITAID, einer internationalen Einrichtung zum Erwerb von Medikamenten zu Niedrigpreisen, unterstützt Ärzte ohne Grenzen seit 2014 das Gesundheitsministerium bei der Einführung von zwei neuen TB-Medikamenten, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden: Bedaquilin und Delamanid. Zwischen Juli 2014 und 2015 wurden 146 Patientinnen und Patienten mit Bedaquilin und 11 Personen mit Delamanid behandelt. 
    Zum Jahresende 2015 leitete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Georgien die Vorbereitung für einen klinischen Versuch in Georgien. Ziel es ist, neue, kürzere und weniger giftige Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit multiresistenter TB zu finden, die auf diesen beiden neu entwickelten Medikamenten beruhen.
  • Im Rahmen der Hilfe in Georgien setzte Ärzte ohne Grenzen auch die Unterstützung des abchasischen Nationalen TB-Programms fort. Das Team transportierte die Sputum-Proben von Gulripsh, nahe Sochumi, ins TB-Referenzlabor nach Tiflis. Die Ergebnisse wurden wöchentlich ins Krankenhaus zurückgeschickt. Im Jahr 2015 wurden 523 Proben untersucht. 
    Obwohl Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2014 alle Projektaktivitäten übergeben hat, wurde die lokale Organisation AMRA weiter finanziert. Sie arbeitet mit älteren und bedürftigen Menschen und unterstützt Patientinnen und Patienten mit multiresistenter TB, damit sie die anstrengende Behandlung durchhalten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1993 Hilfe in Georgien an.

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