Direkt zum Inhalt
Wo wir arbeiten

Unsere Hilfe in Deutschland

Jetzt spenden

Spendenbetrag

Meine Spende wird dort eingesetzt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Im Einsatz gegen Covid-19 in Deutschland

Ein Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland kommt nur ganz selten vor. Doch die Corona-Krise ist auch für uns eine besondere Situation.

Nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben wir unsere Expertise beim Management von Infektionskrankheiten anderen Organisationen in Deutschland angeboten. Unser Fokus liegt dabei auf besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Älteren, Kranken, Obdachlosen und Geflüchteten. Wir haben mehrere Wohlfahrtsverbände, Behörden, Vereine und Organisationen, die mit Menschen in prekären Situationen arbeiten, zu medizinischen, logistischen oder epidemiologischen Themen beraten, damit sie ihre Angebote fortsetzen können. Unter anderem unterstützten wir im vergangenen Jahr die Zentrale Annahmestelle für Asylsuchende des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) mit psychologischer Hilfe, durch Gesundheitsaufklärung und in der Kommunikation. Dort standen Hunderte Bewohner*innen unter Quarantäne.

 Aktuelle Informationen zu unserem weltweiten Engagement gegen Covid-19 finden Sie hier.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Jetzt spenden

Psychosoziale Hilfe für Geflüchtete in Deutschland 2017

Angesichts des großen Hilfebedarfs von Geflüchteten starteten wir 2017 ein Pilotprojekt in Schweinfurt. In dem Projekt zur psychosozialen Flüchtlingshilfe führten wir in Kooperation mit dem bayrischen Sankt Josef Krankenhaus in Schweinfurt ab März 2017 eine neue Arbeitsweise ein: Laien-Berater*innen ergänzten das Angebot des deutschen Versorgungssystems für Asylsuchende. Wir boten zunächst Peer-Beratung für Asylsuchende im Aufnahmezentrum, später in den Unterkünften an.

Die meisten unserer Klient*innen kamen aus Afghanistan, Somalia, Syrien und anderen von Krieg erschütterten Ländern. Sie hatten Gewalt und Folter erlebt, Familienmitglieder verloren oder sorgten sich um ihre Angehörigen, die sie zurücklassen mussten. Viele lebten unter prekären Bedingungen und oft in Furcht vor Abschiebung. Einige Betroffene, die unter suizidalen Gedanken litten oder sich Selbstverletzungen zugefügt hatten, wurden an psychiatrische Kliniken überwiesen.

Drei Laien-Berater*innen, frühere Geflüchtete aus Somalia, Syrien und Iran, halfen den Neuankömmlingen in ihrer Muttersprache und unter der Leitung und Begleitung von klinischen Psycholog*innen. Bis zum Jahresende 2017 hatten fast 300 Personen an diesem Programm teilgenommen, das Einzel- und Gruppengespräche zu verschiedenen Themen wie Stressbewältigung umfasste. Ende 2017 wurde das Pilotprojekt an das Sankt Josef Krankenhaus übergeben. Diese niedrigschwellige psychosoziale Hilfe gibt es nur selten in Deutschland. Wir teilen gerne unsere Expertise, die wir im Rahmen unserer weltweiten Arbeit mit Geflüchteten erprobt haben.