Unsere Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea an. 2014 begannen die Verhandlungen mit der Regierung über die Ausweitung unserer Aktivitäten im Land.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Zum Jahresende 2014 begannen die Verhandlungen zwischen der Regierung und Ärzte ohne Grenzen für die Ausweitung der Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea. Ziel ist es, neue medizinische Projekte zu eröffnen.

Unsere Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea (auch Nordkorea genannt) im Einzelnen (Auszug):

  • Gesundheitseinrichtungen werden in der Demokratischen Volksrepublik Korea nicht regelmäßig von den Behörden unterstützt. Es mangelt daher an medizinischer Ausrüstung und Nachschub. Die Bevölkerung ist zudem von Nahrungsmittelengpässen betroffen. Nur eine Handvoll internationaler Nichtregierungsorganisationen hat die Erlaubnis erhalten, im Land zu arbeiten. Ihre Aktivitäten werden streng kontrolliert.
  • Im Juni 2014 beendete Ärzte ohne Grenzen ein Projekt im Bezirk Anju, Provinz Süd-Pjöngjang. Ziel dieser Hilfe in Nordkorea war es, die Kapazität medizinischer Einrichtungen für die lokale Bevölkerung zu erhöhen, indem Ärzte ohne Grenzen vor allem das Personal trainierte und Medikamente und medizinisches Material lieferte. Der modulare Projektansatz konzentrierte sich auf die Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern und schloss fachliche Fortbildungen zur Versorgung von Durchfällen, von neuronalen und Atemwegs-Infektionen sowie von Mangelernährung bei Kindern ein. Hinzu kamen Trainings zu lebensrettenden Geburtshilfe-Eingriffen. Das Team besuchte auch die Pädiatrie und Geburtshilfestation des lokalen Krankenhauses, untersuchte Patienten und überprüfte die Umsetzung der Trainingsmodule. Ärzte ohne Grenzen stellte zudem die medizinische Ausrüstung und die Medikamente für die Trainingsinhalte zur Verfügung sowie Nahrungsmittel für die Patienten, ihre Betreuer und das Personal. Durch diese Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea unterstützte Ärzte ohne Grenzen 250 Patienten direkt sowie rund 3.000 Personen indirekt.
  • Ab Ende Oktober 2014 eruierte Ärzte ohne Grenzen, ob die humanitären Aktivitäten auch an anderen Orten stattfinden könnten. Ein Team besuchte das Bezirkskrankenhaus in Suchon, Provinz Süd-Pjöngjang, sowie das Kim Man Yu Krankenhaus in Pjöngjang. Zum Jahresende starteten die Verhandlungen mit der Regierung für die Ausweitung des Programms.
  • Im Dezember 2014 wurden zwei Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums eingeladen, um an einem Ebola-Training von Ärzte ohne Grenzen teilzunehmen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in Nordkorea an.