Unsere Hilfe in der Demokratischen Volksrepublik Korea

Waisenkinder in Pjöngjang (Archivbild aus 1997). Während das Land eine der höchsten TB-Raten weltweit aufweist, ist das Gesundheitssystem mangelhaft ausgestattet.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen startete im März 2019 erste Aktivitäten in der Volksrepublik Korea, um die allgemeine Gesundheitsversorgung zu verbessern, vor allem aber die Behandlung von Tuberkulose (TB). Das Land gehört zu den Staaten weltweit mit der höchsten Belastung an herkömmlicher TB und multiresistenten TB-Formen.

Die Teams unterstützten die Behörden dabei, die Diagnose und Behandlung von TB in zwei Krankenhäusern in der Provinz Hamgyong zu verbessern. Wir lieferten Laborausstattung und medizinische Geräte, wie Röntgenapparate, und schulten Techniker sowie medizinisches Fachpersonal. Ziel war es, die medizinischen Aktivitäten im Jahr 2020 zu beginnen. Wir leisteten auch logistische Hilfe durch die Sanierung der elektrischen Infrastruktur der Krankenhäuser.

Zudem konzentrierte sich unsere Hilfe auf die Pädiatrie und Säuglingsversorgung. So lieferten wir therapeutische und ergänzende Nahrungsmittel für mangelernährte Kinder, verbesserten die Sterilisation und lieferten medizinisches Material wie Schutzkleidung, Nadeln oder Spritzen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in Nordkorea an.