Videoporträt: Tankred Stöbe, Notarzt

ÄrztInnen

Kurzprofil

In unserem Videoporträt schildert Tankred Stöbe, was die Arbeit mit Ärzte ohne Grenzen auch in schwierigen Zeiten so spannend macht:

"Die Entscheidung zu Ärzte ohne Grenzen zu gehen, war beruflich ­die allerbeste meines Lebens", meint Notarzt Tankred Stöbe. "Das klingt vielleicht paradox, aber ich habe weniger Angst vor der Welt und weniger Angst vor den Schwierigkeiten dieser Welt, weil ich gesehen habe, was Menschen in Extremsituationen leisten können", erzählt er. "Zu erleben, wie nah wir uns eigentlich sind, finde ich etwas ganz, ganz Schönes. Es gibt, glaube ich, kaum einen schöneren Kontext, um das wirklich hautnah selbst zu erleben, als die humanitäre Hilfe."

Seit 15 Jahren unterbricht Stöbe immer wieder seinen Job, um für Ärzte ohne Grenzen in den Einsatz zu gehen. Unter anderem war er im Südsudan, Uganda, Libyen oder auch 2015 während der schlimmen Ebola-Epidemie in Westafrika. Bei den Einsätzen, meint er, müsse er sich auf seine "ärztlichen Urfähigkeiten" besinnen und lerne so manches hinzu, das ihm in Deutschland nützen kann: "Heute habe ich ein ganz gutes Gefühl, um nach wenigen Sekunden einen Patienten zumindest vom Schweregrad seines Leids einschätzen zu können.“