Indonesien

Hilfe für Erdbebenopfer in Sumatra

Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen erkunden in Pandang die dringendsten Bedürfnisse nach dem Erdbeben in Sumatra.

Vor drei Tagen hat ein heftiges Erdbeben die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Nahezu 1.000 Menschen wurden getötet, mehr als 3.000 vermisst und 3.000 verletzt. Teams von Ärzte ohne Grenzen sind am Samstag, den 3. Oktober, in der Region eingetroffen. Etwa 20 internationale Mitarbeiter, unter ihnen Chirurgen, Nierenspezialisten, Krankenpfleger, Psychologen und Logistiker, haben begonnen, die Bedürfnisse in der Stadt Padang und den umliegenden Gebieten zu untersuchen.

Viel von der indonesischen Regierung und dem Ausland geschickte Hilfe hat Padang bereits erreicht. Padang ist die größte Stadt in der Region und einer der vom Erdbeben am meisten betroffenen Orte. Ärzte ohne Grenzen hat zuerst die Lage in den städtischen Krankenhäusern untersucht, in denen bereits große Unterstützung geleistet wird. Als nächstes haben die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen angefangen, die Bedürfnisse in der umliegenden Region zu untersuchen.

Besonders besorgniserregend ist die Lage in Pariaman, eine der am schwersten betroffenen Städte ungefähr 50 Kilometer nördlich von Padang. Gleiches gilt für die umliegenden ländlichen Gegenden, in denen mehrere Dörfer durch Erdrutsche komplett zerstört wurden und zu denen der Zugang für Hilfsleistungen noch immer sehr schwierig ist.

Während Hilfsmaterial auf dem Weg nach Sumatra ist, konzentrieren sich die Teams von Ärzte ohne Grenzen darauf, Zugang zu den Gebieten zu bekommen, in denen es noch an Unterstützung mangelt, um dort die dringendsten Bedürfnisse zu ermitteln.