Niger

Welt-Malaria-Tag: Prävention und Behandlung

Der zweijährige Sepinna Abdou ist an schwerer Malaria erkrankt - seine Mutter ist an seiner Seite. Sie musste einen Dollar für den Transport in das Krankenhaus bezahlen - zu viel für viele Menschen in ärmeren Regionen. Deshalb kann es in einigen Ländern mit saisonal eingegrenztem Malaria-Aufkommen sinnvoll sein, für Kinder die so genannte Chemoprävention einzusetzen.

In Afrika stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jede Minute ein Kind an Malaria. Doch die Krankheit ist gut zu behandeln, wenn es rechtzeitig gemacht wird. Schwierig wird dies in abgelegenen Regionen, wo die Menschen allgemein kaum Zugang zu einer Gesundheitsversorgung haben bzw. sie sehr lange Wege auf sich nehmen müssen, um entsprechende Einrichtungen zu erreichen. Ärzte ohne Grenzen hat in vielen Ländern Malaria-Behandlungsprojekte. Zudem gibt es eine wirkungsvolle neue Methode, mit der Kindern mittels der so genannten Malaria-Chemoprävention prophylaktisch geholfen werden kann. Der Einsatz dieses Instruments macht dort Sinn, wo Menschen kaum Zugang zu medizinischer Hilfe haben und außerdem eine zeitlich eingegrenzte Malaria-Saison besteht.

Zum Welt-Malaria-Tag berichten wir anhand einer Fotostory darüber, wie wir die neue Malaria-Chemoprävention in Niger einsetzen. Außerdem erzählt unsere Ärztin Josine Blanksma am Beispiel eines schwer an Malaria erkrankten Jungen, der gerettet werden konnte, wie sehr die Schicksale der Kinder berühren.